Es geht auch ohne
Bei einer Baumbestattung wird die Asche des Verstorbenen in einer kartonähnlichen Urne nahe an den Wurzeln eines Baumes bestattet. Alles, was dann noch an den Verstorbenen erinnert, ist eine kleine Plakette, die am Baum angebracht wird. Entweder hat die Plakette den Namen des Verstorbenen, das Geburts- und Sterbedatum eingraviert, oder schlicht und einfach nur die Parzellennummer. Denn in Deutschland muss ein Grab, egal welcher Art, kenntlich sein. Allerdings möchte das nicht jeder. Vor allem nicht, wenn man sich für eine Baumbestattung entschieden hat. Also sieht man meist nur Zahlen und Buchstaben auf den Plaketten. Doch es ist schon schwer genug, die Bäume zu finden. So ein Friedwald ist meist nicht gekennzeichnet. Nur wenn man weiß, wo einer ist, dann findet man ihn auch. In der Regel sind es öffentliche Gelände, die auch weiterhin öffentlich und ohne Zaun oder Hinweisschild zugänglich sind. Man weiß also nicht, ob man sich in einem Friedwald befindet oder nicht. Doch die Baumbestattung ist nicht die einzige Möglichkeit der anonymen Bestattung. Auch das Sammelgrab für Urnen oder ein Heldengrab werden immer beliebter. Viele Menschen leben im Alter alleine und haben keine Angehörigen mehr. Auch nach dem Tod findet sich keine Familie mehr ein. Also wird es eine anonyme Bestattung werden. Es ist auch gut, dass es diese Methoden gibt. So hat jeder Verstorbene noch die Gewissheit, dass er gewürdigt wird und nicht in ein „Massengrab“ kommt. Sicher sind diese Bestattungen nicht wirklich persönlich, aber es muss keiner darauf verzichten. Und man kann auch gut ohne Namen bestattet werden.
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