23. Oktober 2009

Multikulti

In einem Kinderheim kommen in den letzten Jahren immer mehr Kinder an, die aus fremden Kulturen und Ländern stammen. Aus welchen Gründen sie auch immer Hilfe benötigen, hier wird ihnen vollkommen ohne Vorbehalte geholfen. Und was ganz besonders seltsam ist, die Kinder werden sofort mit offenen Armen von den anderen Kindern angenommen. Da gibt es keine deutsche Ecke und keine türkische. Alle spielen gemeinsam und überbrücken auch schnell die Sprachbarriere. Was der andere nicht verstehen kann wird mit Händen und Füßen erklärt, man trifft sich in der Mitte und schon kann es losgehen. Und Verstecken oder Fangen kennt ja wohl jedes Kind. Die Kinder lernen etwas ganz wichtiges auf komplett selbstverständlicher Basis. Man muss den anderen akzeptieren, respektieren und wertschätzen. Egal wie er aussieht. Die Kinder lernen sich selbst und die anderen Kulturen besser kennen. Sie können später auf dieses besondere Wissen zurückgreifen und sich ihren eigenen Weg bahnen. Multikulti wird ja überall gefordert. In den Kinderheimen wird sie seit Jahren praktiziert. Auch die Betreuer der Kinder können nur profitieren. Denn sie lernen innerhalb kürzester Zeit die verschiedensten Kulturen kennen. Sie können später dann auch ganz gezielt auf neue Kinder eingehen. Vor allem auch, um ihnen das Gefühl zu geben, dass sie hier gewollt sind. Dass man sie hier ernst nimmt und sie nicht vergraulen will. Auch im Wohnheim für Behinderte wird seit Jahren Multikulti betrieben. Denn auch fremde Kulturen haben behinderte Angehörige. Und auch diese wollen anständig versorgt werden. Manchmal eben auch mit einem religiösen Hintergrund. Dann wird es richtig interessant.

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