29. Januar 2009

Endoplasmatische Reticulum

Jede eukaryotische Zelle besteht aus dem Cytoplasma und dem Kernmaterial. Die Zellen werden nach außen hin durch die Cytoplasmamembran abgeschlossen. Diese Cytoplasmamembran setzt sich nach innen in das Endoplasmatische Reticulum fort.

Das „Endoplasmatisches Reticulum“ heißt übersetzt soviel wie „innerplasmatisches Netzwerk“ und wurde im Jahre 1946 von K.R. Porter entdeckt und erhielt auch von ihm diesen Namen. Das nur unter dem Elektronmikroskop sichtbare Endoplasmatische Reticulum (im folgendem mit ER abgekürzt) ist ein intrazelluläres reich verzweigte Membransystem, das je nach Zelltyp unterschiedlich stark entwickelt ist.
Das ER besteht aus, von Elementarmembranen( Grundtyp zellulärer Membranen) umschlossenen, Hohlräumen. Obwohl es weit verzweigt ist, bildet es ein zusammenhängendes System, welches mehr als 10% des Zellvolumens umfassen kann.

Funktionell und optisch, kann man das ER in zwei unterschiedliche Formen einteilen.

1) glattes Endoplasmatische Reticulum (gER)

Aufbau und Aussehen: Die glatte Form besteht aus Röhrensystemen von 5- 10 nm
Durchmesser, welche oft als Netzwerksystem angesehen wird.

Funktion: Das gER hat vielfältige Funktionen, zum Beispiel ist sie an der Lipid-,
Flavonoid- und Isoprenoidsynthese beteiligt. Die wichtigste Aufgabe
allerdings besteht darin, dass sie die gesättigten Fettsäuren in
ungesättigte Fettsäuren umwandelt.

Vermehrtes Auftreten: Außer in den Sarcoplasma quergestreifter Muskeln, kommt das gER
in Zellen vor, die Lipide (z.B. Talgdrüsen) und Steroidhormone
(Hoden) produzieren.

2) rauhes Endoplasmatische Reticulum (rER)

Aufbau und Aussehen: Die rauhe Form, auch oft als Ergastoplasma bezeichnet, enthält an der
Membranaußenseite Ribosomenrezeptoren, an die die Ribosomen
Andocken, warum es auch oft fälschlicher Weise als feste Verbindung
mit Ribosomen gehalten wird. Ribosomen sind kleine Körnchen mit
dem etwa gleichen Anteil an Eiweiß und RNA.

Funktion: Die Ribosomen, welche sich an den Ribosomenrezeptoren andocken,
sind für die Proteinsynthese in der Zelle verantwortlich. Die
Ribosomen docken an den Rezeptoren an und geben durch die
Membran des rERs ihre Proteine in das Lumen des ER, dort werden
die Polypeptidketten , also die Aminosäuren, zurecht geschnitten und
gefaltet um dann zum Golgi Apparat transportiert zu werden.

Funktion: Desweiteren ist das raue ER für die Membranproduktion
Verantwortlich, das heißt, es lässt seine eigene Membran wachsen und
führt Membranteile in Transportbläschen zu anderen Teilen des
inneren Membransystems.

Vermehrtes Vorkommen: Diese Art des ERs kommt vermehrt in Zellen vor, die eine hohe
Eiweißsynthese haben, wie zum Beispiel den Drüsen- und
Leberzellen.

Hier die allgemeinen Funktionen des ERs: – die Membranen des ERs unterteilen als
Diffusionsbarriere das Cytoplasma in getrennte
Stoffwechselräume

Unterschiedliche Ionenverteilung innerhalb und außerhalb des ER schafft Membranpotentiale und damit die Möglichkeit einer Erregungsleitung in der Zelle.
Die Röhren und Bläschen sind Transportwege für Serumalbumin in Leberzellen, Antikörperglobulin in Plasmazellen, Fett in Darmepithelzellen und Thyroxin in Schilddrüsenzellen

Im groben und ganzen kann man sagen, dass unsere Zellen und somit auch wir, nicht überlebensfähig wären ohne das Endoplasmatische Reticulum.

Quellenangabe: Internet: www.wikipedia.org
www.google.de
Brockhaus Multimedia

Bücher: Cytologie
Biologie Heute
Abitur Box Bio
Schüler Duden Biologie
Wahrig Deutsches Wörterbuch

Zeitungen: Galileo
Spiegel

Sarah Gregor und Lisa Brokmöller

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