14. August 2009

Pandemie und Pandemievorsorge – Betriebe denken um

Eine Pandemie ist laut Definition eine länder- und kontinentalübergreifende Ausbreitung einer Krankheit. Zu ihnen zählen bekannte Krankheiten wie Pest und Aids, aber auch die unterschiedlichsten Ausprägungen von Influenza bzw. Grippeerkrankungen. Diese kann bis zu 50% der Weltbevölkerung betreffen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat als Pandemievorsorge seit 1948 ein weltweites Überwachungssystem entwickelt, das auf 110 Referenzlaboratorien basiert. Diese überprüfen isolierte Virusstämme auf neue Varianten und geben auf Grund ihrer Forschung und Tests jährliche und saisonale Empfehlungen zur Impfstoffzusammensetzung ab. Seit 1999 sind sämtliche Staaten im Zuge der Pandemievorsorge auch dazu verpflichtet, Pandemie-Notfallpläne zu erstellen und diese auch immer weiter zu entwickeln. Größtes Augenmerk wird dabei auf die schnelle und sichere Bereitstellung der nötigen Impfstoffe gelegt – in Europa kümmert sich die „Vaccine Expert Group“ der „Europäischen Arzneimittelagentur“ um die notwendigen Leitlinien und deren Einhaltung. Im Falle einer Pandemie sehen die Maßnahmen zur Bekämpfung und zur Eindämmung der Ausbreitung einer Krankheit sehr unterschiedlich aus. Die länderspezifischen Krisenpläne sehen z.B.  Massenimpfungen und Zwangsverlegungen Erkrankter in eigens bereitgestellte Hospitäler vor,  aber es werden auch Grenzschließungen, Versammlungsverbote und weitere Beschneidungen des öffentlichen Lebens, wie die Schließungen von Schulen, angedacht.

Bis vor kurzem, genauer gesagt bis 2006, dem Jahr der Vogelgrippe, waren Betriebe in die Pandemievorsorge nur unzureichend miteinbezogen worden. Ein lauter Aufschrei zahlreicher Unternehmer führte dazu, dass nun auch die Situation von Unternehmen in Pandemie-Zeiten diskutiert wurde und eigene Notfallpläne entwickelt wurden.Dies gilt speziell für die Produktion von Nahrungs- und Arzneimittel bzw. für die Sicherstellung von Energie. Diese sind in überregionale Pläne integriert und sehen unter anderem regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter für den Ernstfall vor.

Die Miteinbeziehung der Industrie war ein weiterer wichtiger Schritt in der Pandemievorsorge, aber auch zur Gewährleistung existentieller Güter im Pandemie-Fall. Der Nachschub an Impfstoffen wird gesichert und die Versorgung mit Nahrung und Energie wird dadurch abgedeckt.

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