03. Januar 2010

Männerkosmetik für unreine Haut

Wenn Männer im Berufsleben oder bei dem weiblichen Geschlecht gut ankommen wollen, ist gepflegtes Aussehen ein absolutes Muss. Viele Männer leiden unter unreiner Haut, da Männerhaut zu fettiger Oberfläche neigt. Die richtige Männerkosmetik kann die Haut schonend reinigen, Unebenheiten ausgleichen und angenehm erfrischen. Die Gels haben sich vor allem als Pflege für unreine Haut bewährt, sie wirken talgregulierend und dankt der wässrigen Struktur wird die Haut mit Feuchtigkeit versorgt. Die antibakterielle Wirkung von Männerkosmetik für unreine Haut beugen Hautentzündungen vor und hemmen das Wachstum von Bakterien, die zur Bildung von Mitesser, Pickel und Rötungen führen. Männer erwarten von Kosmetika eine sichtbare Wirkung, die sofort zu spüren ist und ein nachvollziehbares Preis-Leistungsverhältnis.

29. November 2009

Die falsche Teekanne kann Vitamine und Flavonoide im Tee vermindern.

Hat man sich für den Kauf einer schönen Teekanne entschieden hat man sich meist schon über die verschiedensten Teesorten und deren Auswirkung auf die Gesundheit informiert. Die Teekanne kann dazu beitragen die im Tee enthaltenen gesunden Inhaltsstoffe zu erhalten oder sogar zu vermindern. Daher bitte nicht nur auf das Aussehen einer Teekanne achten. Tee ist ein sehr gesundes Getränk und es wäre schaden den gesunden Vorsatz durch eine Teekanne zu zerstören die nicht für den Tee geeignet ist. Teein stimuliert den Wachzustand und trotzdem ist Teein weit gesünder als das im Kaffee verwandte Koffein. Teein übt keinerlei Reizwirkung aus ganz im Gegensatz zu Koffein. Beim Koffein Genuss kann es rasch zum Zittern kommen. Weiters beinhaltet Tee verschiedenste Vitamine wie zum Beispiel Vitamin B1, B2, B3 B5 und Vitamin C was gerade in den kalten Wintermonaten besonders gesund ist. Tees sind weiters reich an Flavonoiden und diese sind Antioxidantien welche eine rasche Zunahme an freien Radikalen verhindert und einem krebserregenden Stoff entgegenwirkt.

Gute Teekannen bestehen aus glasiertem Steingut, Porzellan oder Roheisen. Bitte keine Teekanne aus Metall verwenden. Diese können oxidieren und reduzieren den Nährwert des Tees. Im online shop werden vielfältige, hochwertige Teekannen angeboten. Hier kann unter verschiedensten Designs nach Lust und Laune gewählt werden.

13. September 2009

Schweinegrippe

Im Folgenden ein Ausschnitt der Schweinegrippe Infoseite:

Der Schweine-Influenza Virus ist normal unter Schweinepopulationen weltweit. Die Übertragung des Virus vom Schwein auf den Menschen ist nicht normal und führt nicht immer zur menschlichen Influenza, die häufig nur die Bildung von Antikörpern im Blut zur Folge hat. Falls die Übertragung zur menschlichen Influenza führt, spricht man von einer Schweinegrippe-Zoonose.

Das und mehr über H1N1 Schweinegrippe-Virus ist bei Infotexte nachzulesen.

24. August 2009

Anforderungen an Biologen im Ausland

Biologen möchten natürlich nicht nur in Deutschland, sondern auch im Ausland arbeiten. Jedoch sollte der Biologe, der sich auf eine Stellenanzeige in ausländischen Jobbörsen bewerben will, nicht nur eine entsprechende fachliche Qualifikation vorweisen, sondern der Biologe sollte neben seinem Studienabschluss als Diplom-Biologe auch noch über eine mehrjährige Berufserfahrung, die der Biologie vorzugsweise im Ausland gewonnen hat, verfügen. Die in den Jobbörsen für Biologen inserierten Stellenanzeigen wünschen aber nicht nur eine entsprechende Qualifizierung und Berufserfahrung, sondern auch die nötigen Fremdsprachenkenntnisse. Schließlich sollten sich die Mitarbeiter nicht nur in Englisch verständigen, sondern auch in der jeweiligen Sprache des Landes, wo der Biologe seiner Tätigkeit nachgeht. Somit werden bei den in den Biologie-Jobbörsen offerierten Stellen gewisse Grundkenntnisse als auch die fremdsprachliche Terminologie des jeweiligen Fachgebietes in der Sprache des Einsatzlandes vorausgesetzt. Dabei steht Englisch im Bereich der Fremdsprachenkenntnisse an der Spitze, nach Englisch steht Französisch und Spanisch an der Spitze. In Bezug auf den persönlichen Qualifikationen sollte der Biologe insbesondere die Kooperationsfähigkeit mitbringen, weil die deutschen Bewerber oftmals mit den einheimischen Fachkräften bzw. Kollegen aus aller Welt zusammenarbeiten müssen. Aufgrunddessen müssen sie sowohl die Kooperationsfähigkeit als auch Anpassungsbereitschaft und diplomatisches Geschick vorweisen. Außerdem sollte oftmals die Gesundheit und Tropentauglichkeit des Biologen sehr gut sein, weil sie sich sehr häufig gesundheitlich anstrengen oder in den Tropen arbeiten müssen.www.Stellenboersen.de zahlreiche Biologiestellenbörsen an. Der Biologe sollte allerdings nicht nur unter diesen Stellenbörsen schauen, sondern auch in verwandten Bereichen der Biologie wie zum Beispiel in der Pharmazie oder Naturwissenschaft. Ferner kann sich der Biologe auch über Auslandsaufenthalte, Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen informieren.

Um an eine geeignete Stellenanzeige im Ausland zu kommen, bietet

Trainee-Programme und Alternativen zu den Trainee-Programmen für Biologen

Die Trainee-Programme in relativ großen Firmen wandelten sich in den letzten Jahren von einem starren Standard zu einem sehr individuellen Training, bei welchem der Akademiker wie der Biologe, der gerade erst von der Hochschule kommt, eine auf ihn und dem späteren Einsatz bzw. Arbeitsplatz bezogene Ausbildung bekommt. Inzwischen sind einige Arbeitgeber von einer Ausbildung, die schematisch abläuft und durch sämtliche Abteilungen der Firma geht, abgerückt. Der Trainee sollte in diesem Programm lernen, was die Hochschule dem Absolventen nicht beibringen konnte (z. B. wie die Abläufe innerhalb eines Unternehmens sind, was die Teamarbeit eigentlich ausmacht). In fast allen Trainee-Programmen ergänzen die persönlichen Weiterbildungen (z. B. mittels Workshops oder Seminare) und theoretische bzw. fachbezogener Fortbildungen die Praxis. Der Trainee-Interessent sollte neben seinem abgeschlossenen Hochschulstudium mit dem  fachlich passenden Schwerpunkt auch noch weitere Qualifikationen und Fähigkeiten mitbringen. Die Trainee-Ausbildungsstellen sind zwar spärlich, aber der Bewerber hat gute Chancen, sofern er nicht älter als 30 Jahre ist, sein Studium schnell und mit guten Leistungen sowie einer Diplomarbeit, die eher praxisbezogen sein sollte, erfolgreich beendet hat. Besonders vorteilhaft sind Fremdsprachenkenntnisse und Auslandsaufenthalte.

Wer gerade keine Trainee-Ausbildungsstelle oder eine Festanstellung erhalten hat, kann als ein freiberuflicher Mitarbeiter bei Projekten mitarbeiten. Selbst die Zeitarbeit oder aber auch Nebenjobs können helfen, eine gewisse Zeit zu überbrücken. Insbesondere die Zeitarbeitsfirmen suchen immer mehr Akademiker, die als eine Art Problemlöser für komplexe und qualifizierte Tätigkeiten und Jobs genommen werden.

Somit sollte jeder – auch ein Biologe – überlegen, dass er einen Nebenjob aufnehmen kann, in Zeitarbeitsfirmen unterkommt oder aber auch als freier Mitarbeiter bei Projekten mitarbeitet, weil dadurch erhält er auch entsprechende Praxiserfahrungen. Um an solche Nebenjobs, Projektarbeiten oder aber auch einen Job bei einer Zeitarbeitsfirma zu bekommen, sollte auf die Homepage www.Stellenboersen.de gehen, denn dort gibt es Übersichten über die verschiedenen Stellenbörsen für die unterschiedlichen Bereichen wie zum Beispiel der Naturwissenschaft.

14. August 2009

Pandemie und Pandemievorsorge – Betriebe denken um

Eine Pandemie ist laut Definition eine länder- und kontinentalübergreifende Ausbreitung einer Krankheit. Zu ihnen zählen bekannte Krankheiten wie Pest und Aids, aber auch die unterschiedlichsten Ausprägungen von Influenza bzw. Grippeerkrankungen. Diese kann bis zu 50% der Weltbevölkerung betreffen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat als Pandemievorsorge seit 1948 ein weltweites Überwachungssystem entwickelt, das auf 110 Referenzlaboratorien basiert. Diese überprüfen isolierte Virusstämme auf neue Varianten und geben auf Grund ihrer Forschung und Tests jährliche und saisonale Empfehlungen zur Impfstoffzusammensetzung ab. Seit 1999 sind sämtliche Staaten im Zuge der Pandemievorsorge auch dazu verpflichtet, Pandemie-Notfallpläne zu erstellen und diese auch immer weiter zu entwickeln. Größtes Augenmerk wird dabei auf die schnelle und sichere Bereitstellung der nötigen Impfstoffe gelegt – in Europa kümmert sich die „Vaccine Expert Group“ der „Europäischen Arzneimittelagentur“ um die notwendigen Leitlinien und deren Einhaltung. Im Falle einer Pandemie sehen die Maßnahmen zur Bekämpfung und zur Eindämmung der Ausbreitung einer Krankheit sehr unterschiedlich aus. Die länderspezifischen Krisenpläne sehen z.B.  Massenimpfungen und Zwangsverlegungen Erkrankter in eigens bereitgestellte Hospitäler vor,  aber es werden auch Grenzschließungen, Versammlungsverbote und weitere Beschneidungen des öffentlichen Lebens, wie die Schließungen von Schulen, angedacht.

Bis vor kurzem, genauer gesagt bis 2006, dem Jahr der Vogelgrippe, waren Betriebe in die Pandemievorsorge nur unzureichend miteinbezogen worden. Ein lauter Aufschrei zahlreicher Unternehmer führte dazu, dass nun auch die Situation von Unternehmen in Pandemie-Zeiten diskutiert wurde und eigene Notfallpläne entwickelt wurden.Dies gilt speziell für die Produktion von Nahrungs- und Arzneimittel bzw. für die Sicherstellung von Energie. Diese sind in überregionale Pläne integriert und sehen unter anderem regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter für den Ernstfall vor.

Die Miteinbeziehung der Industrie war ein weiterer wichtiger Schritt in der Pandemievorsorge, aber auch zur Gewährleistung existentieller Güter im Pandemie-Fall. Der Nachschub an Impfstoffen wird gesichert und die Versorgung mit Nahrung und Energie wird dadurch abgedeckt.

31. Juli 2009

Hartes Wasser? Weiches Wasser? Wo liegt der Unterschied und wie kann man weiches Wasser erzeugen?

Die Wasserqualität im Haushalt ist in vielen verschiedenen Bereichen entscheidend. So betrifft die Qualität des Wassers zum Beispiel die tägliche Hautpflege. Manche Menschen, die unter trockener Haut litten, konnten von einer Besserung berichten, als das Wasser im Haushalt mittels einer Wasserenthärtungsanlage gefiltert wurde und somit in weiches Wasser gewandelt wurde. Ebenso betrifft die Wasserqualität auch den Verbrauch von Seife und Waschmittel. Da sich Seife und Waschmittel in hartem Wasser wesentlich schlechter auflösen, wird auch deutlich mehr Reinigungsmittel verbraucht. Somit kann mit einer Wasserenthärtung auch der Verbrauch von Seife und Waschmittel deutlich reduziert werden. Deutliche Auswirkungen hat hartes Wasser auch auf die Lebensdauer von Haushaltsgeräten und kann sogar den Geschmack von Speisen negativ beeinflussen oder verändern. Sicherlich kennen einige Verbraucher, dass sich im Badezimmer und an der Spüle hartnäckige Kalkränder bilden. Dies ist auch normal, nur bei hartem Wasser lassen sie sich kaum entfernen und entstehen täglich neu. Geplatzte Rohre und Dichtungen sind ein weiterer negativer Nebeneffekt und diese Schäden können schon mal schnell tausende Euro kosten, wenn die Waschmaschine plötzlich ausläuft. Doch was bewirkt eine Wasserenthärtung letztlich?

Die Wasserenthärtungsanlage filtert Mineralien, hauptsächlich Kalzium und Magnesium, aus dem Wasser. Diese Mineralien sind für die Versteinerung in Rohren und Abflüssen zuständig. Die Qualität als Trinkwasser bleibt dennoch erhalten, das enthärtete Wasser kann nicht vom Menschen gefahrlos getrunken werden, es beinhaltet weiterhin ausreichend Mineralstoffe, welche für den Körper wertvoll sind. Die Wasserenthärtungsanlage sollte direkt an den Haupthahn angeschlossen werden, so dass sie den kompletten Haushalt mit enthärtetem Wasser versorgen kann. So werden die Haushaltsgeräte entsprechend versorgt und auch das Dusch- und Waschwasser ist nun weiches Wasser. Diese Anlagen sind so modern konzipiert, dass sie kaum Wartung benötigen. Lediglich der Filter muss regelmäßig gereinigt werden, einmal eingestellt und auf die individuellen Bedürfnisse angepasst, läuft die Wasserenthärtungsanlage viele Jahre. Die Anschaffungskosten rentieren sich schon sehr bald und der Verbraucher wird die neue Wasserqualität nicht mehr missen wollen.

29. Januar 2009

Alzheimer

Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1. Was ist die Alzheimer – Krankheit?
2. Entstehung der Alzheimer-Krankheit
2.1 Wie entsteht die Alzheimer-Krankheit?
2.2 Wer kann erkranken?
2.3 Warnsymptome
3. Entstehung der Alzheimer-Krankheit
3.1 Wie wird die Krankheit durch den Arzt festgestellt?
3.2 Welche Untersuchungen werden durchgeführt?
3.3 Krankheiten, die der Alzheimer-Krankheit ähneln
4. Verlauf der Alzheimer-Krankheit
4.1 Frühstadium: Vergesslichkeit
4.2 Mittleres Stadium: Deutliche Ausfälle
4.3 Fortgeschrittenes Stadium: Kontrollverlust
5. Behandlung der Alzheimer-Krankheit
5.1 Behandlung der Krankheit mit Medikamenten
5.1.1 Neuere Medikamente
5.1.2 Andere Medikamente
5.2 Behandlung der Grund- und Begleiterkrankungen
5.3 nichtmedikamentöse Behandlung der Alzheimer-Krankheit
Begriffserklärung
Quellenverzeichnis

Vorwort:

Das einzige Paradies, aus dem wir nicht vertrieben werden können ist die Erinnerung Jean Paul

Jedem ist es schon einmal passiert, man hat was Vergessen. Jeder kennt dieses komische Gefühl, sich nicht Erinnern zu können. Doch was ist wenn das Vergessen zum Alltag wird? Wenn das Gehirn nicht mehr fähig ist sich Sachen zu merken? Sich nicht mehr orientieren zu können, nicht mehr laufen oder andere Menschen erkennen? Bis man sich selbst nicht mehr kennt. Das klingt wie ein Albtraum.
Genau an diesem „Albtraum“ – Alzheimer leiden Mehr als 10% der über 75jährigen und 20-50% der über 85jährigen Menschen. Langsam aber unaufhaltsam verlieren sie ihr Gedächtnis. Verlieren jeden Bezug zu sich selbst und der Realität. Man könnte es auch als Rückentwicklung von einem normalen Menschen zum Säugling bezeichnen.
Ich habe mich mit dieser Erkrankung auseinandergesetzt, da jeder früher oder später einmal daran erkranken kann. Die Krankheit bringt nicht nur Veränderungen und Einschnitte in das Leben des Erkrankten sondern auch für die Angehörigen.
Durch den zunehmenden Gedächtnisverlust wird der Mensch aus der Gegenwart gerissen und lebt in der Vergangenheit. Alzheimer ist nicht medikamentös behandelbar. Ursache für den Tod ist meistens eine Sekundärkrankheit.
Trotz mondernster Technik wurde bis heute noch nicht die Ursache für Alzheimer oder ein Medikament für eine endgültige Behandlung gefunden.
Was man jedoch festgestellt wurde, dass es eventuell Folge einer Aluminiumvergiftung oder eines Gendefektes (auf dem 21. Chromosom, welches vererblich ist) ist.
Die Alzheimer-Krankheit ist noch 100%ig tödlich. Erschreckend, dass der Patient in den ersten Stadien der Krankheit seinen Verfall bewusst miterlebt.
Allerdings ist es auch für die Angehörigen schrecklich mit anzusehen, wie sich ein Mensch verändert und immer mehr Vergisst und Verfällt.
Ziel der Behandlung ist es den Krankheitsverlauf hinaus zu zögern, den Lebenswillen des Erkrankten zu erhalten und ihn zu einem friedlichen Tod zu begleiten.
Alzheimer ist eine Demenz-Krankheit. Demenz bedeutet den Verlust des Geistes, der geistigen Fähigkeiten.
1.Was ist Alzheimer?
Alzheimer ist eine Krankheit die Gehirnveränderungen hervorruft. Der Neurologe Alois Alzheimer diagnostizierte diese Krankheit erstmals 1906 an der Patientin Auguste Deter. Die Erkrankung wurde als organisch, nicht psychischen Ursprungs beschrieben. Ein Psychiater der zeitgleich ebenfalls einen Patienten mit dieser Erkrankung hatte, benannte die Erkrankung in seinem Lehrbuch nach Alois Alzheimer.
Die Alzheimer-Krankheit ist eine Erkrankung im Gehirn, die sich langsam entwickelt und über Jahre hinweg langsam fortschreitet.. In ihrem Anfangsstadium ist sie nicht von einer normalen Vergesslichkeit zu unterscheiden. Zunehmend wird die Hirnleistung im Verlauf der Krankheit beeinträchtig.
Da Alzheimer eine Alterskrankheit ist und sie vorwiegend nicht vor dem 60. Lebensjahr auftritt, werden die Anzeichen für die Demenzkrankheit nicht ernst genommen, sondern eher als Altersanzeichen angesehen. Mit der Zeit treten die zunächst geringen, anscheinend zufälligen Vergesslichkeiten immer häufiger vor und bis es zum Verlust des Verstandes kommt.
Alzheimer ist eine Demenz-Krankheit da sie geistige Veränderungen hervorruft. . Demens aus dem lateinischen bedeutet: Ohne Geist sein, verwirrt. Jedoch äußern sich die Symptome im Anfangsstadion bei jeder Person anders, so wird sie oft nicht erkannt. Bei an Alzheimer erkrankten Personen lassen geistige Fähigkeiten nach, beispielsweise das Denken oder Erkennen von Menschen und Gegenständen. Die Krankheit bewirkt eine fortschreitende Abnahme von Hirnfunktionen, auch die Leistungsfähigkeit nimmt deutlich ab. Ein weiteres Anzeichen für die Erkrankung an Alzheimer sind häufige plötzliche auftretende Stimmungsschwankungen, die zunehmend die Persönlichkeit des Betroffenen verändert. Weitere Symptome sind häufige Depressionen oder Relativitätsverluste. Die Betroffenen wissen oft nicht mehr wo sie sich befinden oder in welcher Zeit sie leben, oder sogar wer sie selbst sind. Durch die Einnahme von Medikamenten können Folgen der Hirnschädigung über einen gewissen Zeitraum ausgeglichen werden. Eine endgültige Heilung der Krankheit ist jedoch nicht möglich.
Alois Alzheimer entdeckt eine Krankheit..
Seine Patientin Auguste D. hatte sich vor ihrem Tod “eine rasch zunehmende Gedächtnisschwäche bemerkbar gemacht, sie fand sich in ihrer Wohnung nicht mehr zurecht, schleppte Gegenstände hin und her, versteckte sie, zuweilen glaubte sie, man wolle sie umbringen und begann laut zu schreien.” Alois teilte die Meinung seiner Kollegen nicht, dass es sich um eine „natürliche Altersschwachsinn“ gehandelt haben soll. Er Fand im Gehirn seiner toten Patienten eine Menge zerstörter Nervenzellen und zahlreiche reiskorngroße Ablagerungen.
70 Jahre vergehen bis die Wissenschaft sich mit der Demenz-Krankheit Alzheimer beschäftigt. Heute gehört die Alzheimer-Krankheit zu einer der größten medizinischen Probleme weltweit. Studien zufolge werden rund 2,5 Millionen Bundesbürger 2030 an Alzheimer leiden.

2. Entstehung der Alzheimer – Krankheit
2.1 Wie entsteht die Alzheimer – Krankheit?
Selbst nach über 100 Jahren nach der Entdeckung des ersten Alzheimer Patienten sind die Ursachen der Alzheimer-Erkrankung in den meisten Fällen weiter unbekannt. Jedoch verstehen die Forscher über die Veränderungen, die im Verlauf der Krankheit auftreten wesentlich mehr. Es wurde herausgefunden, dass der Beginn der Krankheit schon weit vor den ersten typischen Veränderungen im Gehirn einsetzt. Ein wesentliches Krankheitskennzeichen sind Ablagerungen aus Bruchstücken von Eiweißen im Gehirn. Diese Ablagerungen die Plaque und Fibrillen genannt werden sind jedoch nur unter dem Mikroskop erkennbar. Als Plaque werden die verklumpten Ablagerungen des Eiweiß außerhalb von Nervenzellen „Amyloid“ genannt. Fibrillen sind fadenartige Ablagerungen innerhalb von Nervenzellen und bestehen aus zusammen gelagerten „Tau-Proteinen“. Die Bedeutsamkeit der Verklumpungen, die bei der Entstehung der Krankheit auftreten ist jedoch noch nicht ganz geklärt. Die vermehrte Ablagerung von „Amyloid“ ist nach führenden Grundlagenwissenschaftlern der entscheidende Faktor bei der Entstehung der Krankheit. Es werden besonders Regionenbetroffen die für das Gedächtnis und unter anderem für die Sprache und das Denkvermögen eine große Rolle spielen. Durch die Ablagerungen kann es auch zu Entzündungen im Gehirn kommen. Gehirnzellen, die die Ablagerungen bekämpfen können dabei eine Entzündungsreaktion eingehen, die selbst Schädigungen hervorrufen.
Die Vererbung spielt auch eine Rolle für eine Erkrankung. Wenn nur eine einzelne Person in der Familie erkrankt ist, stellt dies noch kein erhöhtes Risiko dar. Umso näher der Verwandtschaftsgrad zum Erkrankten ist, desto größer ist das Risiko an Alzheimer zu erkranken. Die genetische Ursache ist allerdings nur bei wenigen Familien nachweisbar, wenn die Krankheit früh zum Ausbruch kam. Was zur Folge hat, dass bei mehr als 50% der Nachkommen die Krankheit ebenfalls zum Ausbruch kommt. Auf dem Chromosom 21 befinden sich Vorläufer des Amyloidproteins, durch die Genveränderung entstehen mehr Bruchstücke des Amyloidprotein, dadurch entstehen mehr Plaques und Fibrillen. Außerdem sind die Erbinformationen betroffen, die sich auf den Chromosom 18 und 14 befinden. Sie werden auch „Trennlinie“ genannt. Dabei werden mehr Amyloidproteine zerschnitten, wodurch die Bildung von Plaques und Fibrillen beschleunigt wird. Hierbei ist eine eindeutige Vererbung nachweisbar. Durch Ablagerung in der Umgebung und im Innern von Nervenzellen können lebenswichtige Vorgänge lahm gelegt werden.
Dadurch produzieren die betroffenen Nervenzellen weniger Botenstoff mit denen sie sich untereinander „verständigen“ können. Durch die niedrige Produktion der Botenstoffe wird die Verständigung unter den Nervenzellen immer langsamer, bis hin, dass einige Informationen nicht mehr übertragen werden. Einer dieser Botenstoffe ist zum Beispiel Acetylcholin.. Er ist besonders wichtig für die Gedächtnisfunktion. Durch den Mangel an Acetylcholin wird die Speicherung und der Abruf von Informationen erheblich beeinträchtigt. In bestimmten Regionen des Gehirns, geht ein großer Teil der Nervenzellen sogar völlig verloren. Als Folge der abnehmenden Dichte der Nervenzellen, nimmt der Stoffwechsel in den betroffenen Regionen ab. Die Veränderungen des Stoffwechsels können mit Hilfe spezieller Untersuchungsmethoden schon sichtbar gemacht werden, bevor nennenswerte Symptome in Erscheinung treten.
Neben den wahrscheinlichen Ursachen der Krankheit, haben die Forscher herausgefunden, dass diese Erkrankung nicht durch Artherosklerose („Verkalkung“ der Arterien) hervorgerufen werden kann. Auch die Über- oder Unterforderung des Gehirns ist keine Ursache. Es ist ebenfalls keine sexuell übertragbare Krankheit. Sie wird auch nicht durch Infektionen oder durch Aluminium und anderen Metalle ausgelöst.
2.2 Wer kann erkranken?
Weltweit leiden rund 3% der Menschen, die über 60 Jahre alt sind an der Alzheimer-Krankheit. Nur 0,1% der erkrankten Menschen sind unter 65 Jahre alt, bis zu 10% über 65 Jahren und 47% sind über 85 Jahre alt.
In Deutschland leben rund 1 Million Menschen mit der Krankheit.
Trotz dieser Fakten ist die Alzheimer-Krankheit nicht nur für Menschen in höherem Alter ein Problem. Es ist möglich, dass im Alter häufig auftretende Arteriosklerose die Entstehung der Krankheit beeinflusst und auch so Menschen im Alter von 50 Jahren betrifft.
Das Risiko einer Erkrankung an Alzheimer steigt mit zunehmendem Alter.
Die Faktoren für den Ausbruch der Krankheit sind von Mensch zu Mensch verschieden. Allerdings sind Risikofaktoren bekannt, die für die Entwicklung der Krankheit verantwortlich sind. Jedoch sind nur wenige dieser Risikofaktoren genau geklärt, bis auf wenige Fälle, wo die Krankheit direkt vererbt wurde.
Ein weiterer Punkt spielt das Protein Apolipo E4. Es ist ein Eiweiß, es ist für den Transport von Fetten im Blut notwendig. Bei Erkrankten Personen liegt der Anteil des Apolipoproteins E4 sehr hoch (50%), bei nicht Erkrankten liegt der Anteil nur bei 15%. Jedoch ist dieser erhöhte Anteil des Protein nicht für den Ausbruch der Krankheit bestimmen, lediglich werden die typischen Ablagerungen im Gehirn begünstigt.

Trotz der Faktoren, die eine Erkrankung begünstigen, konnte noch nicht geklärt werden was genau den Grund für den Ausbruch der Krankheit darstellt. Allerdings ist bewiesen, dass Menschen mit einem höheren Bildungsgrad ein geringeres Risiko aufweisen. Laut einer Studie erkranken häufiger Frauen als Männer an Alzheimer.

Die Frage, wieso es nur bei Manchen Gehirnen zur Bildung von Alzheimer kommt, bleibt bis heute, trotz mondernster Forschung ungeklärt. Trotzdem bleibt das Alter der Größte Risiko Faktor.

2.3 Warnsymptome
Nicht jede Vergesslichkeit bedeutet gleich, dass es der Anfang einer Alzheimer-Krankheit ist. Allerdings sind mehrere typische und zunehmend stärker ausgeprägte Symptome im Verlauf der Krankheit zu erkennen. Die charakteristischsten Merkmale stellte eine Alzheimer- Gesellschaft in den USA zusammen.
Eines dieser Merkmale ist zum Beispiel die Vergesslichkeit. Alzheimer-Kranke vergessen im Gegensatz zu gesunden Menschen etwas, ohne dass es ihnen später einfällt. Sie stellen häufig immer wieder dieselben Fragen, obwohl sie schon eine Antwort erhalten haben. Ein weiterer Hinweis, der auf eine Erkrankung schließen lässt ist, dass Schwierigkeiten bei Alltagsaktivitäten auftreten. Erkrankte vergessen ein gekochtes Essen zu servieren oder sie vergessen gar, dass sie es gekocht haben.
Auch treten häufig Sprachverarmungen auf. An Alzheimer-Erkrankte sind in einigen Fällen schwer zu verstehen, da sie Ausdrücke vergessen oder einfach falsche Bezeichnungen verwenden.
Auch haben sie oft keine örtliche und zeitliche Orientierung mehr. Sie verirren sich in einer ihnen vertrauten Umgebung, vergessen wie sie zu ihrem derzeitigen Standpunkt gekommen sind und wie sie nach Hause finden.
Ein weiteres Merkmal bei Alzheimer-Kranken ist, dass sie Probleme bei der Beurteilung von Situationen haben. Sie können Situationen nicht mehr richtig einschätzen. Die Erkrankten können dann meist nicht mehr mit Geld umgehen und ziehen an einem Tag mehrere Pullover oder Hemden an.
Auch haben Alzheimer-Patienten häufig Probleme beim abstrakten Denken. Sie vergessen Telefonnummern, wie jeder Mensch es einmal tut, allerdings wissen betroffene Personen nicht mehr, was diese Nummer bedeutet oder was man mit ihr machen kann. Auch kann es sein, dass eine an Alzheimer erkrankte Person Dinge an völlig ungeeignete Plätze legt. So kann er zum Beispiel seine Wäsche in die Tiefkühltruhe legen und empfindet dieses als völlig normal.
Häufige Stimmungsschwankungen sind auch ein Hinweis, dass eine Alzheimer-Erkrankung vorliegen kann. Es ist allerdings nicht so, dass die Stimmungsschwankungen von einem Tag auf den anderen kommen, sondern innerhalb weniger Minuten auftreten. Hatten sie eben noch gute Laune so kann dies innerhalb weniger Minuten in Wutausbrüchen oder Tränen enden, ohne dass etwas geschehen ist.
Die Veränderung der Persönlichkeit geschieht bei Alzheimer Patienten viel dramatischer als bei anderen Menschen. Oft reagieren sie auf Situationen völlig unangemessen, leicht reizbar, ängstlich oder gar distanzlos. Auch die Zeitspanne in der sich die Persönlichkeit eines Betroffenen verändert, ist viel geringer als bei nicht erkrankten Personen.
Ein weiteres Merkmal, dass auf eine Alzheimer-Krankheit schließen lässt ist, dass die betroffenen Personen oft regungslos an einem Ort sitzen und immer auf einen Punkt sehen. Sie nehmen oft nur wiederwillig oder gar nicht an gesellschaftlichen Aktivitäten teil, werden meist inaktiv und verlieren häufig ihre ganze Antriebsenergie.

Wenn die starke Vergesslichkeit des Patienten erstmals auffällig wird, sind bereits zahlreiche Nervenzellen mit ihren Verbindungen abgestorben. Im Laufe des Lebens werden all unsere Erinnerungen von Schaltungen zwischen Nervenzellen gespeichert. Die Alzheimer-Krankheit verursacht ein Absterben dieser Nervenzellen, alles was die komplexe Persönlichkeit eines Menschen ausmacht, geht mit dem Tod der Nervenzellen unwiderruflich verloren.
Hirnstellen, die für die Informationsverarbeitung und dem Gedächtnis zuständig gehen verfallen zuerst. Durch diesen Verlust können Sinnesreize nicht mehr richtig verarbeitet werden und es ist nicht mehr möglich mit dem Erlernten verknüpft zu werden. Die Verbindungen werden durch so genannte Amyloid-Plaques unterbrochen. Es sind Verklumpungen, die sich zwischen die Nervenzellen schieben und deren Signalübertragung somit unterbrechen.

3.Feststellen der Alzheimer-Krankheit:
3.1 Wie wird die Krankheit durch den behandelnden Arzt festgestellt?
Dank dem medizinischen Fortschritt ist es Heutzutage möglich, dass eine Diagnose der Alzheimer-Krankheit mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit getroffen werden kann. Der Arzt verschafft sich zunächst Klarheit über eine Mögliche Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit des betroffenen Patienten –D.H. ob eine Demenz vorliegt. Dabei ist es wichtig, dass nicht nur der Patient in ein Gespräch einbezogen wird, sondern auch dessen Angehörige teilnehmen. Wenn es dabei zu einem Verdacht auf eine Störung des Gedächtnisses kommt, wird der Patient nach weiteren zusätzlichen Beeinträchtigungen der geistigen Leistungsfähigkeit untersucht. Beeinträchtigungen, die eine problemlose Bewältigung des Alltags nicht ermöglichen. Dazu gehören:
Die Sprache,
Das Handeln
Das Erkennen von Personen oder Gegenständen
Das Organisieren
Das Einhalten einer Reihenfolge
Die Diagnose der Demenz kann gemacht werden, wenn eine Beeinträchtigung der genannten Leistungsfähigkeiten vorliegt. Der nächste Schritt des Arzt ist es zu untersuchen, ob die Alzheimer-Krankheit als Ursache der verschlechterten geistigen Fähigkeiten in Frage kommt. Der Arzt muss nun ähnliche Erkrankungen ausschließen, die meist mit Medikamenten behandelbar sind. Ob ein Patient wirklich an der Alzheimer-Krankheit erkrankt war, kann erst nach dem Tod erfolgen, da erst dann, das Gehirn für einen eindeutigen Befund untersucht werden kann. Um die ähnlichen Erkrankungen ausschließen zu können, führt der Arzt eine Reihe von Untersuchen durch, die meist von einem Psychologen vollzogen werden.

Wenn sich nun herausstellt, dass die Demenz des Patient höchstwahrscheinlich von der Alzheimer-Krankheit hervorgerufen wird, wird ein individueller Behandlungsplan für den Patienten aufgestellt. Hierbei richtet sich die Behandlung nach den noch vorhandenen Fähigkeiten des Patienten und nach den individuellen Problemen:
Unruhezustände, Antriebsarmut, Aggressivität und Feindseligkeit, Störung des Tag-Nacht-Rhythmus, depressive Verstimmungen und wahnhafte Überzeugungen wie Sinnentäuschungen.

Das amerikanische National Institute on Aging hat sieben Warnzeichen formuliert die auf eine beginnende Alzheimer-Erkrankung hinweisen können:
3.2 Welche Untersuchungen können durchgeführt werden?
Die Diagnose der Alzheimer-Krankheit ist jedoch nie eindeutig, da sie wieder im frühen Stadium noch auf Röntgenbildern oder Laborwerten zu erkennen ist. Daher wird versucht, ähnliche Krankheiten auszuschließen, die z.B. ihre Vergesslichkeit aufgrund Hirntumoren oder Depressionen verursacht wird. Völlig sicher können sich Ärzte dennoch erst nach dem Tod des Patienten sein. Erst dann ist es Möglich mithilfe Mikroskopuntersuchungen im geöffneten Schädel das geschrumpfte Hirn sehen.

Der behandelnde Arzt verschafft sich zunächst einen Überblick über die körperliche Verfassung des Patienten. Nachdem der Arzt die individuellen Probleme und die körperliche Verfassung des Patienten kennt werden neuropsychische Test durchgeführt. Die Hirnleistungstests geben wertvolle Informationen über das Ausmaß der Beeinträchtigung und darüber welche Bereiche des Gehirn betroffen sind. Diese Tests werden während der Behandlung wiederholt, meist nach 6 Monaten, um ein Fortschreiten oder Stillstand der Beeinträchtigung des Gehirns festzustellen.
Weitere Informationen über die Krankheit erhalten die Ärzte und Psychologen durch eine ganze Reihe von Tests und Beurteilungsverfahren.
Beispielsweise werden der Syndrom-Kurz-Test, die Alzheimer-Krankheit Beurteilungsskala, der Zahlenverbindungstest und der Mini-Mental-Status-Test durchgeführt.
Einer der gebräuchlichsten Test ist der Mini-Mental-Status-Test MMSZ, der auf der nächsten Seite zu finden ist. Er kann in der Praxis durchgeführt werden, im Gegensatz zu den andern Tests. Der MMSZ beinhaltet 30 Aufgaben. Für jede richtige Antwort gibt es einen Punkt. Bei Personen, die unter 24 Punkte erreichen, sollte eine Abklärung mit dem Arzt erfolgen. Der Test ist für jüngere, wie auch ältere gesunde Menschen problemlos zu schaffen.

Der Mini-Mental-Status-Test
Fragen nach Orientierung
Jahr? Jahreszeit? Monat? Datum? Wochentag?
Staat? Bundesland? Stadt bzw. Ortschaft? Krankenhaus/ Praxis/ Heim? Stockwerk?
(Jede richtige Antwort 1 Punkt)

Merkfähigkeit
Es werden drei Gegenstände benannt, z. B. Tasse, Pflanze, Schere, die der Patient wiederholen soll (1 Punkt für jede richtige Antwort. Die Begriffe werden so lange wiederholt, bis sie der Patient alle gelernt hat.

Aufmerksamkeit und Rechenfähigkeit
Von „100“ sind jeweils „7“ abzuziehen (5 mal). Falls ein Rechenfehler gemacht wird und sich die nachfolgenden Ergebnisse verschieben, wird nur ein Fehler angerechnet. Kann diese Aufgabe nicht durchgeführt werden, lässt sich der Untersucher ein Wort mit 5 Buchstaben rückwärts buchstabieren.

(Für jede richtige Antwort 1 Punkt)

Erinnerungsfähigkeit
Die drei unter „Merkfähigkeit“ genannten Begriffe werden abgefragt.
(Für jede richtige Antwort 1 Punkt)

Sprachvermögen und andere Funktionen
Der Untersucher zeigt zwei Gegenstände, die der Patient benennen soll, z. B. Uhr, Bleistift
(jeweils 1 Punkt)
Der Patient wird aufgefordert nachzusprechen, z.B. „Der Nachbar läuft Sturm.“
Man lässt den Patienten eine Anweisung ausführen, die aus drei Schritten besteht: „Nehmen Sie das Blatt in die rechte Hand“, „Falten Sie es in der Mitte“ und „Legen Sie es auf den Boden“.
(1 Punkt für jede richtig ausgeführte Anweisung)
Der Patient soll die groß auf einem Blatt Papier geschriebene Aufforderung „Schließen Sie die Augen“ lesen und befolgen
(1 Punkt)
Der Patient soll einen vollständigen Satz auf ein Blatt schreiben, der einen Sinn ergibt; Schreibfehler spielen keine Rolle
(1 Punkt)
Die folgende Abbildung soll vom Patienten nachgezeichnet werden
(1 Punkt, wenn alle Seiten und Winkel stimmen und die Überschneidungen ein Viereck bilden)
Weitere Informationen über den Befund des Patienten werden durch Laboruntersuchungen ermittelt. Hinweise auf Hormonerkrankungen, Vitaminmangel, Infektionen oder Stoffwechselentgleisungen lassen sich somit feststellen, die auf eine Alzheimer-Erkrankung hinweisen könnten. Durch Untersuchungen von Blut und Urin lassen sich diese Hinweise nicht ermitteln.

Eine Weitere Untersuchung, die notwendig für die Diagnose der Alzheimer-Krankheit ist, sind die so genannte bildgebenden Verfahren. Diese Untersuchungsmethode liefert sehr genaue Aussagen über das Gehirn. Ein direkter Nachweis der Alzheimer-Krankheit ist aber auch durch die bildgebenden Verfahren heutzutage noch nicht möglich. Jedoch lassen sich durch dieses Verfahren andere Erkrankungen des Gehirns nachweisen. Hirntumore, Durchblutungsstörungen, Entzündungen des zentralen Nervensystems, Schlaganfälle und Hydrozephalus.

Die Computertomographie (CT), ist beispielsweise ein bildgebendes Verfahren.
Eine CT ist eine Röntgenuntersuchung des Gehirns. Auf den dabei entstehenden Schichtbildern lässt sich der Hirnabbau durch die Alzheimerkrankheit erkennen. Sichtbar ist dies durch Erweiterungen der Hirnfurchen und der Hirnkammern. Jedoch lässt sich auch durch diese Gehirnveränderungen die Alzheimer-Erkrankung nicht eindeutig diagnostizieren.

Eine andere Form der bildgebenden Verfahren ist die Kernspintomographie. Die Strukturen des Gehirns werden mithilfe eines starken Magnetfeldes gemessen, statt mit Röntgenstahlen. Durch das sehr detaillierte Bild, das bei einer Kernspintomographie erzeugt wird, lassen sich Veränderungen in der Hirnrinde, durch die Alzheimer-Krankheit, häufiger als bei einer CT finden.

Eine weitere Methode zur Untersuchung der Alzheimer-Krankheit ist die Einzelphoton- Emissionstomographie. Bei dieser Untersuchung wird die Durchblutung des Gehirns gemessen, die bei Alzheimer-Patienten verringert ist, jedoch nur in bestimmten Bereichen. Im frühen bis mittleren Stadium von Alzheimer ist vor allem die Hirnrinde in den hinteren Schläfen und Scheitellappen betroffen. Für eine eindeutige Diagnose der Alzheimer-Krankheit wird diese Methode nicht genutzt, sondern nur zu Forschungszwecken, da sie nur eine begrenzte Aussagekraft erbringt.

Die Positronen-Emission ist eine sehr aufwendige Untersuchungsmethode, bei der die Stoffwechselvorgänge dargestellt werden. Sie kann nur in Spezialzentren angewendet werden, da sie sehr Teuer ist und nicht zu den Routineuntersuchungen gehört. Schon im Frühstadion der Alzheimer-Krankheit ist der Verbrauch von Zucker im Gehirn geringer als bei einem gesunden Menschen. Dies ist im Bereich von Schläfen-, Scheitel- und Vorderlappen zu erkennen.
Um ähnliche Erkrankungen ausschließen zu können, sind weitere Untersuchungen notwendig.
Dazu gehören die Elektoenzephalographie (EEG) und die Lumbalpunktion.
Bis Heute ist noch kein Medikament gefunden, welches die Alzheimer-Krankheit stoppen oder verhindern kann. Selbst modernste Präparate halten den Verfall nur für kurze Zeit auf. Daher wird viel Wert auf das Wohlbefinden der Erkrankten geachtet. Eine der wichtigsten Regeln lautet: „Fordern aber nicht überfordern“. Statt einem Gedächtnistraining, was dem Patienten nur sein eigenes Versagen deutlich vor Augen hält, werden die noch Vorhandenen Fähigkeiten gefördert. So soll der Patient das Gefühl behalten nützlich zu sein. Alzheimer-Kranke verlieren zwar ihren Verstand, nicht aber ihr Gefühl. Sie bleiben bis zu ihrem Tod empfindsam gegenüber emotionalen Eindrücken. Es ist egal, was man ihnen sagt, der Tonfall ist bedeutsam. Haustiere und Kleinkinder sind daher für die Erkrankten hilfreich. Sie vermitteln ihnen Wärme und Zuneigung.

3.3 Krankheiten, die der Alzheimer-Krankheit ähneln:
Demenz ist eine Krankheit die Alzheimer ähnelt. Diese kann durch Durchblutungsstörungen im Gehirn hervorgerufen werden, ist aber mit Medikamenten behandelbar. Daher ist es besonders wichtig, dass der Patient genau untersucht wird, ob er an Alzheimer oder Demenz erkrankt ist. Es ist aber auch Möglich, dass ein Patient auch an beiden Krankheiten leidet.

Auch Depressionen können Störungen des Gedächtnisses, der Konzentration und des Denkvermögens hervorrufen. Diese Störungen treten auch durch die Alzheimer-Erkrankung auf. Diese Krankheit ist auch medikamentös behandelbar und sollte deshalb vom Arzt ausgeschlossen werden.

Es gibt viele Krankheiten, die die gleichen Symptome aufweisen, jedoch nicht das Gehirn betreffen, wie es bei der Alzheimer-Krankheit der Fall ist.
Bei Beschwerden die auf Grund einer Hormonstörung, wie Schilddrüsenunterfunktion und Funktionsstörungen der Nebennierenschilddrüse oder Vitaminmangel, Stoffwechselentgleisungen, Sauerstoffmangel und Alkoholismus, ist es möglich die Beschwerden durch eine Behandlung der Grunderkrankung zu lindern.
Mangelbeschwerden, wie Vitaminmangel oder Folsäuremangel, werden durch einen Bluttest festgestellt und durch entsprechende Vitaminzugabe behandelt.
4. Verlauf der Erkrankung:
4.1Frühstadium : Vergesslichkeit:
Die Alzheimer-Krankheit verläuft in mehreren Stufen. Sie dauert durchschnittlich von der Diagnose bis zum Tod des Patienten zwischen sechs und zehn Jahren. Leichte Vergesslichkeit ist ihr Anfang. Da die Krankheit vorzugsweise in späteren Jahren auftritt, werden die ersten Symptome oft nicht Ernst genommen, sondern als altersbedingte Konzentrationsschwäche interpretiert. Im Laufe der Jahre nehmen die Probleme jedoch zu.
Gegenstände sind unauffindbar, Orte nie bekannt gewesen, oder vergangene Ereignisse nie geschehen. Vor allem die Leistung des Kurzzeitgedächtnisses lässt nach. Im ersten Stadium lassen sich die Gedächtnisprobleme noch vertuschen.

Jedoch nehmen die Einschränkungen aufgrund des Zerfalls ihres Gedächtnisses im Laufe der Jahre weiter zu. Die Betroffenen vergessen Namen, Telefonnummern oder deren Verwendung, sie haben Probleme sich auszudrücken und ihre Sätze werden immer kürzer. Die Orientierung lässt nach. Das Zeitgefühl verschwindet bis sogar der Tag- und Nacht-Rhythmus sich verändert.
Diese Veränderungen für die Bewältigung des Alltages werden immer auffälliger, im Anfangsstadion nehmen die Betroffenen die plötzlich immer stärker werdenden Einschränkungen noch selbst wahr. Vertuschen und überspielen diese aber, da sie ihnen unangenehm sind. Sie reagieren darauf mit Wut oder Beschämtheit. Alzheimer-Patienten sind schon im laufe des ersten Stadiums auf Hilfe der Angehörigen oder Betreuer angewiesen, da auch die Fähigkeit des abstrakten Denkens und des Urteilsvermögens abnimmt.

4.2 Mittleres Stadium: Deutliche Ausfälle
Im zweiten Stadium sind die Gehirnfunktionen schon stärker beeinträchtigt. Der Patient kann sein Leben nicht mehr alleine meistern. Er ist auf die Hilfe von anderen angewiesen. Die eigene Wohnung wird fremd, Halluzinationen treten auf, die eigene Kindheit verschwindet aus dem Gedächtnis. Sie erinnern sich auch nicht mehr an die Namen von nahe stehenden Personen. Schließlich wird der Patient völlig Pflegebedürftig. Er muss gefüttert werden und trägt Windeln. Bewegungen des Erkrankten werden immer unkontrollierter.
Nun treten auch immer öfter Stimmungswechsel auf und der Wortschatz verkleinert sich

4.3 Fortgeschrittenes Stadium: Kontrollverlust
Im letzten Stadion ist die Krankheit so weit vorangeschritten, dass der Patient nicht mehr in der Lage ist neue Informationen zu verarbeiten. Das Erkennen von Personen ist nicht mehr möglich, genau so wenig wie eine normale Unterhaltung. Jedoch reagieren sie noch auf emotionale Eindrücke, wie Berührungen. Zu den geistigen Einschränkungen nimmt nun auch die Leistung des Körpers immer weiter ab. Der Patient wird endgültig bettlägerig. Immer mehr Fähigkeiten gehen verloren: lächeln, schlucken, all dies ist nicht mehr möglich. Im Endstadion verfallen die körperlichen Fähigkeiten fast sichtbar. Häufigste Todesursache bei Alzheimer-Patienten ist eine Lungenentzündung.
5. Behandlung der Krankheit
Trotz mondernster Forschung ist es bis Heute noch nicht möglich, dass Alzheimer-Patienten endgültig geheilt werden können. In den letzten Jahren sind jedoch Fortschritte bei der Behandlung der Alzheimer-Krankheit durch Medikamente erzielt worden. Durch diese Medikamente ist es möglich das Voranschreiten der Krankheit über einen gewissen Zeitraum hinaus zu zögern. So lassen sich die Ziele der Behandlung in 2 Teile teilen. Auf eine Krankheitslinderung durch Medikamente und einer medikamentfreien Therapie, die darauf ausgerichtet ist, die Lebensqualität des Patienten zu verbessern. Dies Bedeutet, die Begleiterscheinungen der Krankheit zu lindern und den Patienten die Krankheit näher zu bringen, ihre noch vorhandenen Fähigkeiten zu fördern, damit sie ihren Lebenswillen nicht verlieren, da diese Einstellung zum eigenen Leben den Verlauf der Krankheit verschlechternd beeinträchtigen kann.

5.1 Behandlung mit Medikamenten
Für die medikamentöse Behandlung stehen heute danke der Forschung weitaus mehr Medikamente zur Verfügung als noch vor einigen Jahren. Allerdings ist die Einnahmezeit dieser Medikamente beschränkt, sie können nur im frühen- bis mittleren- Stadium eingesetzt werden. Dabei treten aber noch mehr Einschränkungen auf, da nicht bei jedem Patienten die Medikamente gleich gut anschlagen.
Für die medikamentöse Behandlung stehen zwei Medikamentengruppen zur Verfügung:
Die neuren Medikamente, sie sollen den Mangel an Acetylcholin im Gehirn ausgleichen
Die länger eingesetzten Medikamente mit verschiedenen Wirkungen.

Die Wirkung dieser Medikamente wird seit mehreren Jahren untersucht nach Verträglichkeit und Sicherheit. Dabei stellte sich heraus, dass die Informationsverarbeitung durch diese Medikamente in einigen Gebieten des Gehirns wieder hergestellt wurde und die Konzentrationsfähigkeiten des Gehirns verbessert wurden. Im Gegensatz zu den Patienten, welche nicht mit diesen Medikamenten behandelt wurden, trat die Pflegebedürftigkeit erst später ein. Nebenwirkungen die auftreten können sind: Übelkeit Erbrechen und Durchfall.
5.1.2 Andere Medikamente:
Die Alzheimer-Krankheit lässt sich auch noch durch weitere Medikamente behandeln. Allerdings greifen sie in den Energiestoffwechsel ein oder in Reparaturvorgänge im Gehirn.
Sie bieten aber auch einen Vorteil, dass die Nervenzellen vor einer Schädigung geschützt werden können. Diese Behandlungsmethode ist umstritten und wird „Nootopika“ genannt.

Memantin wird bei der Behandlung von starker Alzheimer-Demenz eingesetzt. Die erhöhte Glutamatmenge im Gehirn von Alzheimer-Erkrankten wird durch Memantine reguliert. Der Wirkstoff verbessert die Funktion der Nervenzellen und schafft somit dass Gedächtnisfähigkeiten länger erhalten bleiben.

Neuroleptika wird in den späteren Stadien der Krankheit eingesetzt. Es greift in den Gehirnstoffwechsel ein. Bei Aggressionszuständen oder Halluzinationen des Patienten ermöglicht Neuroleptika den Betreuern und Pflegern des Alzheimer-Kranken. einen erleichterten Umgang

Selbst die beste medikamentöse Behandlung für einen Alzheimer-Erkrankten ist nicht die beste. Wichtig ist eine Kombination aus medikamentöser und medikamentfreier Therapie!

5.2 Behandlung der Begleiterkrankungen:
Die Behandlung der Begleitprobleme ist sehr wichtig für Alzheimer-Patienten. Sie verschlechtern oft das Krankheitsbild oder komplizieren es. Dadurch können beispielsweise weiter Probleme auftreten wie: Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit, Depressionen, Durchblutungsstörungen und Halluzinationen.
Die Begleiterkrankungen werden mit Medikamenten gedämpft, da sie die Leistungsfähigkeiten zusätzlich beschränken.
5.3 Behandlung ohne Medikamente:
Die nichtmedikamentöse Beahandlung zielt darauf hin die Pflegebedürftigkeit des Erkrankten so lange wie möglich hinaus zu zögern. Sie beruht auf mehreren verschiedenen Aspekten. Die Beziehung zwischen Patient und Pflegern soll gestärkt werden.
Besonders im Anfangsstadium der Krankheit hilft es den Patienten durch einen Psychotherapeuten behandelt zu werden. Da sie in diesem Stadion die Erkrankung bewusst wahrnehmen. Es soll erreicht werden, dass der Erkrankte seinen Lebenswillen erhält.
Außerdem sollen die noch vorhandenen Fähigkeiten gefördert werden.

Der Patient lernt mit seinem nachlassenden Gedächtnis und mit Alltagssituationen umzugehen, die sich ebenfalls durch die Körperliche Einschränkungen nicht mehr problemlos meistern lassen. Diese Therapieform wird Verhaltentherapie genannt.
Dem Patient soll eine gewisse Selbstständigkeit erhalten bleiben. Durch Routineaufgaben wird versucht, dass der Patient nicht seine Orientierung verliert und mit Hilfe eines strukturieren Tagesablauf ein Gefühl der Sicherheit erhält.

Die Selbsterhaltungstherapie beschäftigt sich mit den weniger beeinträchtigten Fähigkeiten des Erkrankten, wie dem Langzeitgedächtnis. Hierbei wird versucht die Identität und das Selbstwertgefühl durch alte Erinnerungen zu erhalten. Der Patient soll sich an die Vergangenheit erinnern, z.B. durch alte Musikstücke, Fotos, oder Filme. Die erhaltenen Erinnerungen lösen ein Erfolgserlebnis aus, wodurch auch das Wohlbefinden gesteigert wird..

Bei der Milieurtherapie wird der Wohnraum des Alzheimer-Kranken umgestaltet. Damit soll erreicht werden, dass er seine Fähigkeiten die er nicht mehr nutzt wieder aktiviert.

Eine weitere Therapieform ist die Musik- und Kunsttherapie. Dem Patient wird ermöglicht über andere Formen zu Kommunizieren, beispielsweise durch Emotionen.
Begrifferklärung
Plaques: kugelförmige verklumpte Ablagerungen des Eiweißes Amyloid außerhalb von Nervenzellen.
Fibrillen oder „Tangles“: fadenartige Ablagerungen aus zusammen gelagerten „Tau-Proteinen“ innerhalb der Nervenzellen. Können auch bei anderen Gehirnerkrankungen vorkommen.

Acetylcholin „Chol …(giech) Gallensaft
Ist in den Synapsen der Überträgerstoff der Nervenerregung. Acetylcholin ist der wichtigste Überträgerstoff des peripheren Nervensystems und hat eine sehr kurze Wirkungsdauer, da es von der Cholesterinestrase im synaptischen Spalt rasch abgebaut wird.
An der postsynaptischen Nerv-, Muskel-, oder Drüsenzelle befinden sich die Acytylcholinrezeptoren zur Reizübertragung.“

Amyloid „Ein stets pathologisches Protein, das sich der gleichnamigen Krankheit als wachsige Substanz zusammen mit Kohlenhydraten im Organbindegewebe, v.a. von Leber und Niere ablagert. Da es sich färberisch wie Stärke (Amylum) verhält, ist es histologisch gezielt nachweisbar.“

Demenz ein Oberbegriff für eine Reihe von Symptomen, die als Folge einer Hirnschädigung eintreten. Sie äußert sich u.a. in der Minderung des Intellekts, der Auffassungsgabe und des Gedächtnisses. Ursächlich sind degenerative und vaskuläre Erkrankungen des zentralen Nervensystems verantwortlich. Über die Hälfte der Fälle gehören zum Alzheimer-Typ. Im fortgeschrittenen Stadium verliert die Person die Orientierung.“

Arteriosklerose „Arterienverkalkung, ein jahrzehntelanger Prozess, der zur Verengung und zum Verschluss der Schlagader führt. Als Risikofaktor gelten v.a. Hypertonie, Nikotinabusus, Hyperlipidämie und Diabetes mellitus; sicherlich sind auch genetische Faktoren wirksam. Die Folgen sind Gefäßverschlüsse und damit Infarkte, die oft im Herz oder Gehirn, in den Beinen oder Nieren auftreten und 50% der Mortalität bedingen“

Chromosomen „Im Zellkern enthaltene mikroskopisch erkennbare Strukturen, die aus aufgewickelter DNA, der Erbsubstanz, bestehen. Bei der Zellteilung werden die Chromosomen jeweils geteilt und die Hälften auf die Tochterzelle verteilt. Das Genom des Menschen besteht aus 22 Autosomen und den X- und Y-Chromosomen, wobei alle Zellen, außer den Keimzellen, jedes der 23 Chromosomen als Paar besitzen. Klinisch bedeutsam sind die Chromosom-Annomalien.

Hydrozephalus Die angeborene oder erworbene Ausweitung der Liquorräume des Gehirns. Die Ursache für die immense Ausweitung der Hirnkammern liegt z. B. in einer entzündungsbedingten Verminderung der Liqourrückresorption, wie dies bei der Toxoplasmose und der Zytomegalie vorkommt. Der Wasserkopf stellt ein ernstes Geburtshindernis dar. Die Folgen nach der Geburt sind neurologische Ausfälle und Demenz.“

Liquor „Klare, zellarme Flüssigkeit, die im Hohlraumsystem des Gehirns zirkuliert. Zu den Hohlräumen des Gehirns zählen die vier Kammern und der Subarchnoidalraum. Durch Lumbalpunktion lässt sich diese diagnostisch bedeutsame Flüssigkeit für die Lumbaluntersuchung gewinnen.“

Liquoruntersuchung-Lumbalpunktion
„Die Untersuchung des Liquors erfordert zunächst die Entnahme des Liquors aus den Liquorräumen. Diese wird im Liegen bei gebeugten Rumpf durchgeführt. Der Einstich mit der Hohlnadel erfolgt zwischen 4. und 5. LKW, da hier kein Rückenmark mehr ist. Der Liquor ist milchig getrübt und zellarm bei Virusinfekt, deutlich getrübt und reichlich Leukozyten bei bakterieller Menengitis und blutig bei Hirnblutung.“

Quellenverzeichnis:

1.„Wie wir sterben – Ein Ende in Würde? “
(Sherwin B. Nuland)
2. Das Alzheimer-Schicksal meiner Frau. Lebend begraben im Bett?“ „“(Alfred Fuhrmann )
3. Alzheimer – was tun?
(Röse Götte / Edith Lackmann)
4.„ Encarta Enzyklopädie “

5.www.alzheimer-berlin.de
6.www.alzheimer-forschung.de
7.www.deenzratgeber.de
8.www.ikkinterned.com
9.www.american-health-assistance-foundation.de
10. www.deutsche-alzheimer.de
11.www.alois.de
12.www.alzheimer-forum.de
13.www.berlin-institut.org
14.www.neurolabor.de
15.www.med.uni-frankfurt.de
16.www.alzheimer-selbsthilfegruppe.de
17.www.alzheimersnotes.de
18.www.revolutionhealth.com

Gene & Gentechnik

1. Gene

1.1. Definition und Erläuterung
Ein Gen ist ein Abschnitt auf der DNA, der die Informationen eines Eiweißes enthält. Das Leben auf der Erde beruht auf den Bau und die Funktion von Eiweißen. Man unterscheidet hierbei in Struktur- und Funktionseiweiße. Grundbausteine der Eiweiße sind die 20 verschiedenen Aminosäuren, diese können zu tausenden verknüpft sein. Die Funktion und Eigenschaften eines Eiweißes werden durch die Anzahl und Reihenfolge der Aminosäuren in der Kette bestimmt. Allgemein werden Gene als Erbanlage bezeichnet, da sie die Träger von Erbinformation sind, die durch Reproduktion an die Nachkommen weitergegeben werden.
1.2. Aufbau

Den Träger der Information, die von einer Zelle benötigt wird, um ein bestimmtes Protein zu produzieren, nennt man ein Gen. Es besteht aus zwei Einzelsträngen die sich gegenseitig zu einer Doppelhelix umwinden. Jeder dieser Einzelstränge besteht aus drei Grundbausteinen: das Zuckermolekül  die Desoxyribose mit 5 C-Atomen (verbunden mit organischen Basen: Adenin, Cytosin, Guanin, Tymin)  die Phosphorsäuremoleküle. Daraus ergibt sich das Nukleotid, welches bestehend ist aus: Desoxyribose (Zucker), org. Base und Phosphormoleküle. Die zwei Einzelstränge sind verbunden mit einer komplementären Basenbindung, dabei ist zu Beachten das die Verbindung nur zwischen Adenin und Tymin und Guanin und Cytosin möglich ist. Außerdem verhalten sich die zwei Einzelstränge Antiparallel, d.h. ein Strang enthält die genetische Information und der 2. Strang ist das komplementäre Abbild dazu. Die gesamte DNA einer Zelle wird auch Genom genannt. Das Genom als ganzes enthält die komplette Information, die zur Entwicklung eines Lebewesens notwendig ist. Die Art der Information eines Abschnittes der DNA wird durch die Abfolge – die sogenannte Sequenz – der vier Bausteine bestimmt.

1.3. Bedeutung

Die Entdeckung der Gene als Informationsträger der Erbsubstanz haben alle Wissenschaften auf eine grundlegende Art verändert. Gene steuern mittelbar oder unmittelbar alle Funktionen in Lebewesen. Die Kenntnis der Gene und der Umsetzung der in ihnen enthaltenen Informationen sind daher der Schlüssel zum Verständnis des Lebens.

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2. Gentechnik

2.1. Definition und Erläuterung

Definition:

Die Gentechnik ist ein Teilbereich der Biotechnologie. Begriff für verschiedene molekularbiologische Techniken, die ermöglicht DNA-Stücke unterschiedlicher Herkunft neu zu kombinieren und in geeigneten Wirtszellen zu vermehren.
Die Gentechnik ist ein Verfahren zur gezielten Veränderung des Erbguts von Organismen.

Die bei Pflanzen angewandte Gentechnik bezeichnet man als „Grüne Gentechnik“.
Die Gentechnik bei Mensch und Tier wird „Rote Gentechnik“ genannt.

Erläuterung:

Genauer beschäftigt sich die Gentechnologie oder Gentechnik mit der Verknüpfung von Nukleinsäure-Molekülen zu neuen, vermehrbaren Molekülen, die Einführung solcher Moleküle in einen Empfängerorganismus und die Vermehrung der neukombinierten Moleküle in diesem Organismus. Zunächst wird die DNA eines Spenderorganismus isoliert und in Teilstücke in verwendbarer Größe zerlegt. Danach muss ein geeigneter Vektor (Plasmide aus Bakterienzellen – kleine, ringförmige DNA-Moleküle, für die Übertragung der Spender-DNA in eine Wirtszelle) isoliert werden. Die Vektor-DNA und die Spender-DNA werden zusammengebracht und ein Stück der Spender-DNA wird von der Vektor-DNA aufgenommen. Danach überträgt man die im Vektor neukombinierte DNA in die Zellen eines geeigneten Empfängerorganismus und vermehrt die Zellen mit der neuen genetischen Information. Die Zellen des Empfängerorganismus stellen dann z.B. ein Genprodukt (z.B. ein Protein) her. Die entstandenen Organismen nennt man transgene Organismen oder gentechnisch veränderte Organismen (GVO, z.B. gentechnisch veränderter Mais).

2.2. Werkzeuge der Gentechnik

In der Gentechnik gibt es einige Werkzeuge die man benötigt. Hier wichtig zu nennen wären die Restriktionsenzyme (Restrictions-Endonucleasen), die als Bakterien bekannt sind. Es sind Nukleasen (Enzyme) die die DNS spalten können. Jedes Restriktionsenzym erkennt eine spezifische DNA-Basensequenz. Nach ihren Eigenschaften unterscheidet man drei Typen:

Typ I schneidet die DNA an einer zufälligen Stelle weit von der Erkennungssequenz entfernt. Hierbei wird ATP benötigt, um eine Methylgruppe von S-Adenoyl-Methionin zu transferieren.

Typ II schneidet die DNA innerhalb der Erkennungssequenz. Hierbei wird kein ATP benötigt kein ATP, da es keine Methyltransferase-Aktivität hat.

Typ III schneidet die DNA etwa 20 bis 25 Basenpaare von der Erkennungssequenz entfernt. Hierbei wird ATP benötigt, um eine Methylgruppe von S-Adenoyl-Methionin zu transferieren.

Unten sind verschiedene Abbauergebnisse unter Einwirkung eines bestimmten Restriktionsenzyms abgebildet:

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Ein zweites wichtiges Werkzeug der Gentechnik ist die Ligase. Hierbei können sich die DNS-Fragmente mit ‘sticky ends’ aufgrund ihrer ‘klebrigen Enden’ über Wasserstoffbrücken zu längeren Stücken aneinander lagern. Diese zusammengesetzten Fragmente sind jedoch hitzeempfindlich und können bei Temperaturerhöhung wieder auseinanderfallen.

Zwei DNA-Fragmente mit den gleichen sticky ends können sich aneinander lagern.

Bei den Pfeilen sind die Nukleotide noch nicht fest verbunden.

Die Ligase hat die DNA-Fragmente kovalent verknüpft.

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Das Enzym Ligase kann jedoch die aneinanderstoßenden Enden der ‘Holme’ der ‘DNS-Leitern’ fest verbinden, so dass sie bei Temperaturerhöhung nicht mehr getrennt werden können. Die Enden der DNS-Fragmente werden durch die Ligase kovalent miteinander verknüpft, so dass stabile Moleküle entstehen.
Ein drittes Werkzeug, welches hier zu nennen wäre, sind die Vektoren. Vektoren sind Vehikel, mit denen man gentechnisch Erbinformation von einer Zelle in eine andere überträgt.
Dabei greift man meist wieder auf aus der Bakterien-Genetik  bekannte Mechanismen zurück.

2.3. Gentechnische Verfahren

Gentechnische Verfahren ermöglichen den genetischen Austausch zwischen unterschiedlichen, auch biologisch entfernten Organismen, der in der herkömmlichen Züchtung aufgrund von Artschranken nicht möglich ist.

Die Pflanzengentechnik hat sich in den letzten Jahren rasant entwickelt. Erstmals wurde 1984 eine Arbeitsmethode veröffentlicht, die das Integrieren fremder DNA in das Erbgut von Pflanzen ermöglichte.

Heutzutage gibt es mehrere Verfahren zur Manipulation von Erbgut (an Pflanzen). Alle Methoden der Pflanzengentechnik laufen nach folgenden Schritten ab:

1. Isolierung des Gens
2. Bildung von Vektoren (biologisch, chemisch oder physikalisch)
3. Vermehrung des Gens
4. Einschließen der DNA in die Pflanzenzellen („Transfektion“)
5. Auslese von transformierten Zellen
6. Bildung transgener Pflanzen

Die Verfahren gehen allgemein viel schneller vonstatten als bei der klassischen Pflanzenzüchtung.
Hier sind 3 wichtige Methoden zu gentechnischen Veränderung von Pflanzen:

a) Gentransfer

Gentransfer ist allgemein der Austausch genetischen Materials zwischen verschiedenen Lebewesen. Es gibt einen horizontalen und einen vertikalen Gentransfer.
Der vertikale Gentransfer ist ein Vorgang, der normalerweise als Kreuzung bezeichnet wird.
Horizontaler Gentransfer ist das Aufnehmen und die Weitergabe von genetischem Material nicht auf einem sexuellen Fortpflanzungsweg auch außerhalb der Artgrenzen.

In der Gentechnik ist Gentransfer die Übertragung von einzelnen Genen von einem Spenderorganismus auf einen Empfängerorganismus.
Bei der Methode ist die Integration der Fremd-DNA nicht zielgerichtet. Ob ein integriertes fremdes Gen den erwünschten Effekt erreicht ist von vielen Faktoren abhängig. Die DNA darf beispielsweise nicht beschädigt sein, doch das ist bei diesem Verfahren nicht immer möglich.

b) Protoplastentransfer

Protoplasten sind Pflanzenzellen ohne Zellwand, sie werden künstlich durch enzymatischen Verdau der Zellwände erzeugt.

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Der Protoplast ist nur von einer Membran umgeben und damit für die Aufnahme von DNA zugänglich. Die Fremd-DNA wird aufgenommen und häufig in das eigene Erbgut (Genom) integriert.
Das Verfahren ist jedoch auf ein paar Pflanzenarten beschränkt, da die Regeneration einer vermehrungsfähigen und vollständigen Pflanze nur bei einigen Arten funktioniert.

c) Ballistische Verfahren

Das direkte Einbringen von DNA in Zellen kann nicht nur durch biologische, sondern auch durch physikalische Mittel realisiert werden.

1985 wurde eine Technik entwickelt, die DNA mit einer sogenannten Genkanone, die wie ein Schrotgewehr funktioniert, in Pflanzenzellen integriert. Dabei werden kleinste Metallkugeln aus Wolfram oder Gold mit DNA beschichtet und mit der Genkanone abgeschossen. Um die Zellwände zu durchdringen wird eine hohe Geschwindigkeit aufgebracht, wobei Zellen die sich in der Schusslinie befinden abgetötet werden. Zellen außerhalb des Zentrums überleben aufgrund der geringen Größe der Metallkügelchen.
Die DNA-Moleküle des anderen Organismus werden in das Erbgut der Pflanze integriert. Zielobjekte können z.B. Blätter sein.

Einige Kulturpflanzen wurden bisher mit dieser Methode transformiert, 1992 gelang beispielsweise erstmalig die Transformation von Weizen.

2.4. Gentechnik bei Pflanzen
2.4.1. Allgemein

Gezielte Erbgutveränderungen bei Pflanzen sind nichts Neues. Von jeher hat der Mensch Pflanzen ausgelesen und gezielt auf bestimmte Eigenschaften gezüchtet. Das jahrzehntelange Kreuzen und Auslesen führte zu den Hochleistungssorten, die wir heute haben. Und lange bevor die Gentechnik neue Möglichkeiten bot, hat man die Züchtung im Labor optimiert, zum Beispiel mit der

2.4.2. Am Beispiel der Zuckerrübe

Die Zuckerrübe gehört zur Familie der Gänsefußgewächse. Der Zucker ist ein bedeutendes Lebensmittel pflanzlicher Herkunft und wird aus Zuckerrüben gewonnen. In der Zuckerrübe werden die Kohlenhydrate der Zellen gespeichert. Der Zuckergehalt in Zuckerrüben beträgt etwa 16-18 %, liegt aber eine Viruserkrankung vor, sinkt er auf unter 10 % ab.

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Die Viruserkrankung, die Zuckerrüben befällt, wird Wurzelbärtigkeit genannt. Die Erkrankung wird durch das Adernvergilbungsvirus, das in dem Bodenpilz vorkommt, ausgelöst. Das Virus kann bis zu 15 Jahre in den Sporen des Bodenpilzes überleben.
Bislang versuchte man, die Zuckerrüben mithilfe von Fungiziden vor dem Virus zu schützen, denn das Virus kann ohne den Überträger nicht überleben. Alternativ erprobte man die Züchtung virusresistenter Zuckerrübensorten durch Kreuzung mit virusresistenten Wildrüben. Die virusresistenten Sorten sind allerdings weniger ertragreich als die infektionsgefährdeten Zuckerrübensorten. Durch konventionelle Züchtung könnten virusresistente Zuckerrüben, die den gleichen Ertrag wie gewöhnliche Sorten bringen würden, gezüchtet werden. Der Züchtungserfolg ist aber sehr zeitintensiv.
Die Pflanzengentechnik eröffnet eine weitere Möglichkeit, virusresistente Zuckerrüben herzustellen: in das Genom der Zuckerrübenzellen wird das Virusgen, das die Information zur Herstellung des Virus-Hüllproteines trägt, eingeschleust. Die Pflanze produziert so selbst das Virus-Hüllprotein in allen Pflanzenteilen, wodurch die Pflanze eine Widerstandsfähigkeit gegenüber der Viruserkrankung besitzt.
Die transgenen Zuckerrüben, die seit 1993 in Deutschland auf Versuchsfeldern angebaut werden, bringen auf den virusbefallenen Feldern normale Erträge. Die gentechnische Veränderung hat keinen Einfluss auf die chemische Zusammensetzung des Zuckers, da die Stoffwechselwege in der Zuckerrübe nicht verändert werden und die hohen Temperaturen bei dem Verfahren der Zuckerherstellung alle Proteine denaturieren.
Die Zuckerrübe ist im Vergleich zu anderen Nutzpflanzen wenig konkurrenzfähig gegenüber Unkräutern, so dass ständig Herbizide eingesetzt werden müssen. Man entwickelt deswegen herbizidresistente Pflanzen.

2.4.3. Ziele der gentechnischen Veränderung von Pflanzen

Die Hauptziele der gentechnischen Veränderung von Pflanzen, vor allem von Nutzpflanzen sind Folgende:

1.Pflanzen gegen Schädlinge und Herbizide resistent machen.
2.Die Qualität der Ernteprodukte steigern und den Bedürfnissen der Menschen (zur Verwendung als Nahrungsmittel) und der industriellen Verarbeitung anpassen.
3.Die Produktivität von Nutzpflanzen quantitativ zu verbessern.
4.Eine Minimierung des Dünger- und Pflanzenschutzmittelverbrauchs in der Pflanzenproduktion.
5.Landwirtschaft in ungünstigen Gebieten durch Nahrungspflanzen mit Resistenz gegen Wassermangel, extreme Wärme, Salz, Trockenheit, Frost, Ozonbelastung und Schwermetallen.

2.5. Risiken der Gentechnik an Pflanzen
2.5.1. Risiken für Menschen

Die gentechnisch veränderten Produkte sind schädlich für den menschlichen Organismus. Es entstehen Risiken für Allergiker, da sie nicht nachvollziehen können, was in einem Produkt enthalten ist. Daraus folgt, dass eine Ernährung entsprechend ihrer Krankheit nicht mehr möglich ist. Ein Beispiel ist das in der Sojabohne enthaltene Paranuss-Gen. So sind Menschen mit einer Nussallergie stark gefährdet, da in ca. 30.000 Produkten Soja enthalten ist.
Dazu kommt, dass die Gentechnik und deren Wirkung auf den menschlichen Körper noch nicht genau erforscht ist. Beispielsweise wurden genmanipulierte Kartoffeln in einer Langzeitstudie an Ratten getestet, bei denen es zu einer Rückbildung und Verkleinerung bestimmter Organe kam.

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2.5.2. Risiken für die Umwelt

Man versucht, dass Pflanzen giftige Stoffe produzieren, die sie vor Schädlingen schützen sollen. Diese Versuche können aber auch unvorhersehbare Gefahren mit sich bringen. Außerdem können durch die Windbestäubung genmanipulierte Pollen auf verwandte Pflanzen übertragen werden. Auch daraus folgen nicht vorhersehbare Entwicklungen der Pflanzen. Es kann zu Mutationen kommen, wenn sich genetisch nicht veränderte und veränderte Pflanzen kreuzen. Dieses Risiko besteht vor allem bei Getreide.
Durch die Veränderung des Erbmaterials der Pflanzen kann es zu einem stark vergrößertem Herbizid- und Pflanzenschutzmitteleinsatz kommen, da die Pflanzen durch die Manipulation resistenter gegen diese Mittel werden könnten.
Durch das Auskreuzen der Pflanzen kann es auch zu einer drastischen Verringerung der Artenvielfalt kommen. Desweiteren erfolgt eine komplette Störung des ökologischen Gleichgewichts durch die gentechnische Manipulation an Pflanzen.

2.5.3. Risiken für Tiere

Die Produktion giftiger Substanzen und Schädlingsbekämpfungsmitteln von Pflanzen kann nicht nur tödliche Auswirkungen auf den bestimmten Schädling haben, sondern auch auf artverwandte Tiere, die nützlich sind. Als Beispiel ist eine Gift produzierende Genmaissorte (hauptsächlich in USA angebaut) zu nennen, welche nicht nur den Maiszünsler, eine Art Motte tötet, sondern auch den harmlosen Monarchenfalter, einen Schmetterling, der die Maisblüten bestäubt. Daraufhin sterben 50% der Falter, nachdem sie mit den Pollen in Berührung gekommen sind.

2.5.4. Risiken für die Wirtschaft

Landwirte könnten abhängig von der Chemieindustrie und deren ertragreichen Pflanzen und den dazu angebotenen Unkrautbekämpfungsmitteln werden.
Folgen davon sind die Monopolbildung und Hochertragssorten, die bestimmte Chemikalien benötigen, die sich Bauern und Landwirte in der 3. Welt nicht leisten können bzw. noch abhängiger machen.

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3. Bewertung der Gentechnik

3.1. Christin’s Haltung

Ich finde Gentechnik ist ein heikles Thema. Es mag Menschen in vielerlei Hinsicht helfen und anderen Dingen Nutzen bringen. Auch wären wir heute nicht auf dem Wissenstand, auf dem wir jetzt sind, wenn es die Möglichkeit nicht gäbe, Gene zu erforschen. Ich denke aber auch, dass Gentechnik genauso viel Schaden anrichten kann. Wenn es entsprechende Gesetze gibt die regeln wie weit in die “Schöpfung” eingegriffen werden darf, kann ich die Gentechnik nicht ablehnen. Man kann sich nicht nur immer die schlechten Dinge heraus picken, nur weil man selber die Neuerungen scheut. Die Menschheit entwickelt sich ständig weiter, immer gab es ein paar Leute die sich neuen Dingen in den Weg stellen wollten, selbst wenn es vielleicht dem Wohle der Mehrheit dient. Die Gentechnik und -forschung ist ein schmaler Grad zwischen Ethik, Notwendigkeit und übertriebenem Forscherdrang. Hier muss man das gesunde Mittelmaß finden können, um Gentechnik vollständig als Vorteil zu sehen.

3.2. Julia’s Haltung

Meiner Meinung nach hat Gentechnik Vor- und Nachteile, deshalb spreche ich mich weder für pro noch für contra aus. Es gibt sicher gute Argumente, die für die weitere Ausbildung und Geldinvestitionen in den Forschungsbereich sprechen, doch auf dem jetzigen Wissensstand sollte die Gentechnik nur in Laboren betrieben werden und sich nicht schon auf Felder usw. ausbreiten, da oft unvorhersehbare Folgen eintreten können. Es können durch die Entwicklung neuer, „besserer“ genmanipulierter Pflanzen andere Pflanzenarten und Tiere aussterben, wodurch man aber keinen Fortschritt erzielt, sondern nur die Grundlage einer Störung des ökologischen Gleichgewichtes schafft.
Ich denke erst wenn die Gentechnik völlig erforscht und vom Menschen kontrollierbar ist, sollte sie auch für die Öffentlichkeit zugänglich sein, doch dieses Thema wird wohl immer ein Streitpunkt bleiben.

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4. Quellen

http://www.onmeda.de

http://wikipedia.de/Gentechnik

http://www.chemgapedia.de

http://www.hausarbeiten.de

http://www.chemgapedia.de

http://www.brainworker.ch/Globalisierung/gentechnologie.htm

http://www.tab.fzk.de/de/projekt/zusammenfassung/ab55.htm

http://www.learn-line.nrw.de/angebote/agenda21/daten/GVO.htm

http://www.i-s-b.org/wissen/broschuere/glossar.htm

http://www.science-live.de/info/glossar.htm

http://www.biologie.de/biowiki/Gentechnik

http://home.main-rheiner.de/hans-ulrich.hill/gentec3.htm

Wikipedia.org unter Stichwort Gentechnik
Wikipedia.org unter Stichwort Gentechnisch veränderte Organismen
Wikipedia.org unter Stichwort Technik zur Veränderung der Gene

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Gehirn, Spiegelneuronen & Autismus

1. Einleitung
2. Bau und Funktion des Gehirns
2.1 Allgemein
2.2 Bestandteile und ihre Funktion
3. Neue Neurone im Gehirn und ihre ungewöhnlichen Eigenschaften
3.1 Geschichte der Spiegelneurone
3.2 Lage und Funktion der Spiegelneurone im Gehirn
3.3 besondere Eigenschaften von Spiegelneuronen und ihre Folgen
4. Autismus und Spiegelneurone
4.1 Autismus allgemein
4.2 Autismus bedingt durch fehlende Spiegelneurone?
4.3 Spiegelneurone und My-Wellen
4.4 Therapieansätze basierend auf der Spiegelneuronen Theorie
5. Schlussteil
6. Literaturverzeichnis

1.Einleitung

In dieser Facharbeit werde ich mich auf den folgenden Seiten sowohl mit Spiegelneuronen im einzelnen, als auch mit Autismus im Zusammenhang mit Spiegelneuronen befassen.
Ich wählte dieses Thema aufgrund von sehr interessanten und informativen Artikeln in verschiedenen wissenschaftlichen Zeitungen, welche sich auch später noch als gute Quellen herausstellten. Gerade die Aktualität und die immer neuen Möglichkeiten, welche die Forschung auf diesem Gebiet der Wissenschaft eröffnet, reizte mich dieses Thema für meine Facharbeit auszuwählen. Und dies Obwohl ich eigentlich zuvor ein anderes Thema für die Facharbeit in die engere Wahl gezogen hatte.
Um einen möglichst guten Einblick in dieses Thema zu gewährleisten, befasse ich mich zunächst einmal mit den grundlegenden Bau- und Funktionseigenschaften des Gehirns. Davon erhoffe ich mir, es für jedermann verständlich machen zu können.

2.Bau und Funktion des Gehirns

2.1 Allgemein:
Das menschliche Gehirn besteht zu ca. 80% aus Wasser, die weiteren 20% bestehen überwiegend aus fettähnlichen Substanzen sowie Eiweißverbindungen. Damit bringt das Gehirn eines ausgewachsenen Menschen um die 1300g auf die Waage.1
Um ein schnelles Verbindungssystem von Nervenfasern im Rückenmark sowie im Großhirn zu ermöglichen, bilden Gliazellen eine schnell leitende Hülle um die Axone von Neuronen. Diese nennt man auch Myelinscheiden. Sie bestehen zu 80% aus Lipiden und zu 20% aus Proteinen, was die Bedeutung von Lipiden im menschlichen Gehirn unterstreicht. In jedem menschlichen Gehirn befinden sich zwischen 30 und 100 Milliarden Neuronen. Die eben genannten Gliazellen erfüllen des weiteren eine Stütz, Schutz- und Ernährungsfunktion für Nervenzellen.2
2.2 Bestandteile und ihre Funktion:
Am menschlichen Gehirn lassen sich insgesamt fünf Abschnitte unterscheiden:
1. Das Endhirn (Telencephalon), besser bekannt als Großhirn, ist in zwei Hemisphären (Hälften) eingeteilt, welche mittels des Balkens in Verbindung stehen. Durch Auffaltungen und Furchenbildung bildet die Großhirnrinde
3eine verhältnismäßig große Oberfläche.4
Die linke Hemisphäre ist überwiegend bei analytischen Denkprozessen aktiv, die rechte bei kreativen Denkprozessen.5
Grundsätzlich übernimmt das Großhirn Prozesse des bewussten Denkens, und damit auch die Verarbeitung von eintreffenden Informationen aus den Sinnesorganen. Dabei lassen sich verschiedene Aktionen an verschiedenen Stellen des Großhirns lokalisieren. So übernehmen die sogenannten sensorischen Felder sowohl die Aufgabe der Aufnahme von Sinnesinformationen, als auch deren bewusste Auswertung. Von den motorischen Feldern aus werden unsere Bewegungsabläufe gesteuert. Mehrere Informationen werden in den Assoziations­feldern
verknüpft.
Innerhalb dieser Felder lassen sich verschiedene Aktionen an verschiedenen (sogenannten) Lappen lokalisieren. Das Sehzentrum befindet sich somit beispielsweise im Okzipitallappen, und das Hörzentrum im Temporallappen. Natürlich arbeitet insgesamt aber alles miteinander.
2. Das Zwischenhirn. Dieses filtert unbewusst den Informationsfluss eingehender Sinnesinformationen. Damit wird einer Überlastung des Großhirns vorgebeugt. Diese Aufgabe wird vom Thalamus übernommen.4 Über den Hypothalamus nimmt das Zwischenhirn Einfluss auf die Regulierung von verschiedenen Körperfunktionen, wie beispielsweise die der Körpertemperatur.6 Gefühle wie Angst, Wut aber auch Freude haben ebenso ihren Ursprung im Zwischenhirn. Grundsätzlich laufen über das Zwischenhirn genetisch vorgegebene Programme ab. Beispielsweise bei einem Huhn wird durch die Lokalisierung eines Bodenfeindes ein bestimmtes Schutzprogramm in Form von picken aktiviert.
3. Das Mittelhirn. Dieses ist ähnlich dem Rückenmark aufgebaut. Es steht in Verbindung mit anderen Gehirnteilen, und kontrolliert lebenswichtige Körperfunktionen wie Reflexe (z.B. husten, wenn etwas in die Luftröhre gelangt).
4. Das sogenannte Kleinhirn verarbeitet motorische Informationen so, dass wir in der Lage sind, kontrollierte und koordinierte Bewegungen zu machen. Zudem verarbeitet es Informationen aus dem Innenohr zur Lagebestimmung.
5. Im Nachhirn, welches aus einer Verlängerung des Rückenmarks besteht, werden grundlegende Dinge wie beispielsweise Lungenaktivität , der Herzschlag , aber auch wie schon im Mittelhirn Reflexe, kontrolliert.1

3.Neue Neurone im Gehirn gefunden

3.1 Geschichte der Spiegelneurone
Die Geschichte der Spiegelneurone hat ihren Anfang in einem bloßen Zufall dreier Neurophysiologen (Giacomo Rizzolatti, Vittorio Gallese und Leonardo Fogassi ). Zu Beginn der 1990er Jahre untersuchen diese im norditalienischen Parma, wie in einem Säugetiergehirn ein Bewegungsplan erstellt wird. Dazu massen sie die verschiedenen Aktivitäten von Nervenzellen bei einem Makakenäffchengehirn. Während, beziehungsweise kurz bevor, dieses nach Nahrung wie Obst greift, zeigten einige Elektroden, die zuvor in den Bereich des Gehirns, welches für die Planung und den Beginn einer Handlung zuständig ist (untere teil des prägmotorischen Cortex/F5), eine erhöhte Aktivität an.
Nun geschah es, dass einer der Neurophysiologen (Leonardo Fogassi) in Verbindung mit bevorstehenden weiteren Messungen selbst nach dem Obst griff. Obwohl das Äffchen selbst keine aktive Handlung ausführte, schlugt das Messgerät aus. Alleine dadurch, dass das Makakenäffchen den Forscher beobachtete zeigte der Teil des Gehirns, welcher für gewöhnlich eigene Handlungen plant und anstößt, erhöhte Aktivität!
Diese Entdeckung legt den Schluss nahe, dass endlich Nervenzellen gefunden wurden, die eine lang vermutete Verbindung zwischen Beobachtungen und nachahmenden Handlungen bestätigt.
3.2 Lage und Funktion der Spiegelneurone im Gehirn
Erstmals wurden Spiegelneurone in der Großhirnrinde, genauer gesagt im prämotorischen Cortex, bei Makakenäffchen festgestellt. Der prämotorische Cortex ist, wie die Übersetzung Prä= vor, motorisch= Bewegung und Cortex= Großhirnrinde zeigt, geografisch gesehen vor dem motorischen Zentrum auf der Großhirnrinde zu l lokalisieren. Um zu erklären wieso, die Spiegelneurone genau an dieser Stelle im 7 Gehirn zu finden sind, möchte ich erst einmal das Zusammenspiel von motorischem und prämotorischem Zentrum anhand eines Beispiels erläutern:
Wenn man feststellen möchte, ob eine Herdplatte bereits warm genug ist um die Pfanne aufzusetzen. Nun erstellt das motorisches Zentrum einem Plan nachdem wir dem Arm über die Herdplatte ausstrecken. Da die Herdplatte schon warm ist, nehmen unsere Finger, die sich Richtung Herdplatte bewegen erhöhte Wärme war. Diese Sinnesinformation (es wird wärmer je näher ich an die Platte komme) wird vom prämotorischen Zentrum aufgenommen und so verarbeitet, dass wir unsere Hand nur noch langsam nähern bzw. die Bewegung ganz zum Erliegen kommt. Damit wird eine aktuelle Sinnesinformation durch das prämotorische Zentrum in eine vom motorischen Zentrum angeleitete Aktion eingefügt.
Mit diesem Hintergrund wird klar, dass es nur logisch ist, dass Spiegelneuronen in eben diesem (prämotorische Zentrum) anzutreffen sind. Denn nur so können sie ihre Funktion des Nachahmens erfüllen.
Nur wenn sie in Bereichen des Gehirns liegen, welche ebenso für eigene Bewegungsabläufe zuständig sind, ist zu erklären, dass durch ihre Aktivität bei bloßer Beobachtung nachahmende Handlungen die Folge sein können. Ebenso ist so die Vermutung vieler Wissenschaftler zu erklären, dass uns Spiegelneurone erlauben, fremde Absichten nachzuvollziehen.8
3.3 Eigenarten von Spiegelneuronen und ihre Folgen
Allerdings bedeutet dies nicht, dass Spiegelneuronen ausschließlich im prämotorischem Cortex vorhanden sind. Im Gegenteil, sie wurden weit verteilt in beiden Hirnhälften gefunden, was darauf schließen lässt, dass sie auch in anderen Hirnarealen wichtige Assoziationsaufgaben übernehmen.
Durch weitere Versuche fanden Forscher heraus, dass manche Spiegelneurone im Gehirn eines Makakenäffchens schon aktiv werden, sobald nur Geräusche wahrgenommen werden (knacken einer Nuss). Diese Neuronen werden als audiovisuelle Spiegelneuronen bezeichnet.
In einem Versuch, sieht der Makake erst wie jemand nach einem für ihn begehrenswerten Leckerbissen greift und an sich nimmt. Die Spieglelneurone sind jetzt voll aktiv.
Dann greift jemand ein zweites mal nach dem Objekt , die weitere Handlung ist aber durch einen Sichtschirm für den Makaken verdeckt. Dennoch ist die Hälfte der Spiegelneurone im prämotorischen Cortex (F5) aktiv.
Findet der gleiche Versuch nur mit einem für den Makaken nicht begehrenswerten Objekt , oder sogar mit nichts, statt (Griff ins Leere) wird keine Reaktion der Spiegelneuronen gemessen.
Daraus folgern Forscher, dass Spiegelneurone, wie sie schon von Anfang an vermuteten, für das Begreifen von Verhaltensweisen zuständig sind. Ob wir dann durch das Begreifen mittels Spiegelzellen auch tatsächlich nachahmende Verhaltensweisen an den Tag legen können, bleibt ungeklärt.9

4. Siegelneurone und Autismus

4.1 Autismus Allegemein
Autismus ist im allgemeinen eine unheilbare Krankheit deren Hauptmerkmale fehlende soziale Kompetenzen und fehlendes Einfühlungsvermögen sind. Dabei sind die eben genannten Auffälligkeiten abgestuft , und reichen von kaum ausgeprägt, eher schüchtern wirkenden Persönlichkeiten bis hin zu Persönlichkeiten, welche aufgrund von fehlenden Eigenschaften für soziale Interaktionen, kaum dazu in der Lage sind einem normalen Gespräch zu folgen, geschweige denn Blickkontakt zu halten.10
4.2 Autismus bedingt durch Fehlfunktion von Spiegelneuronen?
Seit langem versuchen Forscher herauszufinden welche Ursachen Autismus hat. Dabei lassen sich psychologische und anatomische Erklärungsansätze unterscheiden. Durch Forschungen fand man heraus, dass das Kleinhirn abnormal arbeitet. Somit könnte man zu dem Schluss kommen, dass eine Abnormalität im Kleinhirn die Ursache für die typisch autistischen Verhaltensweisen sind.
Vergleicht man allerdings die Symptomatik von Patienten welche auf andere Weise eine Schädigung des Kleinhirns bekommen haben(z.b. Schlaganfall), mit der von Autisten, so fällt auf, dass beispielsweise ein Schlaganfall-Patient keinerlei für Autismus charakteristischen Symptome zeigt.
Eine Erklärung dafür könnte die Theorie von Uta Frith und Simon Baron-Cohen geben. Nach ihrer Theorie liegt der Knackpunkt bei Autismus in den Spiegelneuronen.
Wie oben bereits beschrieben sind Spiegelneurone nicht nur bei aktiven selbstständigen Handlungen aktiv, sondern auch bei der bloßen Beobachtung. Aller Vorraussicht nach ermöglichen uns auf diese Weise die Spiegelneuronen, dass wir uns durch eine Art gedankliche Simulation in andere Menschen hineinversetzen können. Forscher nennen diese Fähigkeit des Hineinversetzens eine theory of mind erstellen. Kann ein Mensch also keine theory of mind konstruieren, wäre eine naheliegende Schlussfolgerung, dass die Ursache dafür bei einem Fehler in den Spiegelneuronen liegt.

Scheinbar sorgen Spiegelneurone dafür, dass wir eine theory of mind konstruieren können, genau die Funktionen welche bei Autisten gestört sind. Somit wäre die Fehlfunktion von Spiegelneuronen eine mögliche und logische Erklärung für das Krankheitsbild von Autisten.
4.3 My- Wellen
Um die Theorie, dass eine Fehlfunktion von Spiegelneuronen die Hauptursache für Autismus ist zu untermauern bedienten sich die Forscher der My- wellen Unterdrückung.
Durch äußere Messfühler werden die Hirnwellen von Versuchskindern mit Autismus und ohne Autismus über ein Elektroenzephalogramm(EEG) aufgezeichnet. Die My-Wellen sind eine Komponente des EEG und werden durch Muskelbewegungen des Probanten unterdrückt.
Bei einem nicht autistischen Kind stellte man sowohl wenn es selbst seine Hand bewegte (willkürliche Muskelbewegung), als auch wenn es nur dieselbe Bewegung auf einem Bildschirm zu sehen bekommt, eine deutliche My-Wellen Unterdrückung fest.
Bei Kindern mit Autismus fand eine deutliche My- Wellenunterdrückung nur bei der eigenen Bewegung, nicht aber bei einer auf dem Bildschirm gezeigten statt.
Fazit: Dieser Versuch, sowie noch weitere unabhängige Versuche welche zu dem gleichen Ergebnis kommen, scheinen die Theorie, dass eine Fehlfunktion von Spiegelneuronen Schuld ist, zu bestätigen. Diese Ergebnisse ermöglichen schnellere Diagnosetechniken beispielsweise über die My-Wellen Methode. Damit könnten die Symptome von Autismus schon bei Kleinkindern festgestellt, und daraufhin mittels Verhaltenstherapie therapiert werden. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass Verhaltenstherapie meist mehr Erfolge zeigt, je früher man damit beginnt.
4.4 Therapieansätze basierend auf der Spiegelneuronen Theorie
Basierend auf den Forschungen rund um Spiegelneurone könnte man durch Biofeedback versuchen, die Symptome von Autismus wenigstens zu lindern.
Bei dieser Methode würde man die My-Wellen eines autistischen Kindes auf einen für das Kind sichtbaren Monitor leiten. Sofern die Funktion der Spiegelneuronen nicht ganz verloren ist, könnte das Kind lernen die My-Wellen auf dem Bildschirm wieder zum richtigen Zeitpunkt zu unterdrücken.
Ein weiterer Therapieansatz geht davon aus, dass das Fehlverhalten der Spiegelneurone auf einem chemischen Ungleichgewicht basiert. Dabei denkt man , dass verstärkende Neuromodulatoren (verstärken die Aktivität der Spiegelneurone), welche bei gesunden Menschen Emotionen hervorrufen, bei Autisten nur mangelhaft vorhanden sind, wodurch ein fehlendes Einfühlungsvermögen resultiert. Würde man nun den Kindern einen Stoff zuführen welcher, stimulierend auf die Spiegelneurone wirkt, könnte dies die Symptome lindern. Ein Ansatz für ein solches Medikament ist Ecstasy (MDMA).
Dabei sind die genannten Therapieansätze bestenfalls vielversprechende Ansätze, welche zwar die Verhaltenstherapie ergänzen könnten, nicht aber ersetzen.11

5. Schlussbemerkung

Alles in Allem komme ich zu dem Schluss, dass das Fachgebiet Spiegelneurone ein sehr großes Thema ist, welches viel Raum für weitere Forschungen gibt.
Insbesondere Therapiemöglichkeiten für Krankheiten wie Autismus, aber auch andere krankhafte Schäden an Spiegelneuronen (beispielsweise durch Schlaganfälle) werden in Zukunft weiterentwickelt und mehr und mehr eine wichtige Rolle für die Betroffenen einnehmen. Schon heute geben Spiegelneurone eine Erklärung für viele bislang unerklärbare Dinge wie Mitgefühl. So ist davon auszugehen, dass viele ihrer Funktionen noch unentdeckt sind, und noch einige für uns Menschen wichtige und nutzbare Erkenntnisse bereithalten.
6. Literaturverzeichnis
Schriftliche Quellen
Internet Quellen
Biologie Pocket Teacher ABI,
Dr. Walter Kleesattel,
Cornelsen Verlag, 2000 Berlin

http://www.buerlecithin.de/images/layout/rechtsgrafik/gehirn.jpg

Der blinde Spiegel Autismus ,
Vilayanur S. Ramachandran und Lindsay M. Oberman,
Spektrum der Wissenschaft, April 2007

http://hubert-brune.de/grafiken/gehirn_grosshirn_felder.jpg

Fit Fürs abi Biologie Wissen,
Michael Walory und Karlheinz Uhlenbrock,
Schroedel Verlag, 2006 Braunschweig

http://www.merian.fr.bw.schule.de/Beck/Skripten/12/bs12-41.htm

Spiegel im Gehirn ,
Giacomo Rizzolatti, Leonardo Fogassi und Vittorio Gallese,
Spektrum der Wissenschaft, März 2007

http://de.wikipedia.org/wiki/Autismus

Spiegelneurone
Katjy Gaschler
Gehirn&Geist, 10/2006

http://de.wikipedia.org/wiki/Hypothalamus

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