Der Zauberer und die verbotene Kunst
Einen Zauberer für eine Faschingsfeier oder für ein Betriebsfest kann man heut zu Tage öfters antreffen. Doch war dies nicht immer so. Erst seit dem letzten Jahrhundert können Zauberkünstler ihre Künste zeigen, ohne Angst haben zu müssen, verfolgt und hingerichtet zu werden. Im Mittelalter galten Zauberkünstler oft als Hexer, Ketzer oder der Teufel persönlich. Oft wurden sie auch als Heiden bezeichnet, was eigentlich die Titulierung für Ungläubige ist. Ungläubige wurden damals auch verfolgt, sodass sich Ihre Wege meist auf dem Scheiterhaufen wieder trafen.
Es gab aber auch eine Art Beruf im Mittelalter, den man damals als Zauberer titulierte. Bei diesen Zauberern handelte es sich jedoch eher um Gaukler, die ihr Geld mit Zahnpulvern oder besonderen Seifen verdienten. Oft boten sie auch Talismane und besondere Ketten zum Kauf an, die den Träger vor Unheil schützen sollte. Gaukler zogen meist von Stadt zu Stadt und boten ihre Waren auf Märkten an. Jedoch war dieser Beruf damals eher als Landstreicherei bezeichnet und war nicht sehr gut angesehen. Vor allem Taschenspieler mussten immer um ihr Leben bangen, da der Schwindel sehr oft aufflog.
Zauberei gab es jedoch schon in der Antike. In Griechenland oder Ägypten wurden diese auch als Priester bezeichnet, die durch meist simple physikalische Tricks das Volk zum Staunen brachten. Heute müssen Zauberer für Faschingsfeste, Betriebsfeiern oder Kinderfesten nicht mehr um Ihr Leben bangen. Im Gegenteil, denn die Branche des Zauberers ist sehr begehrt. Den Beruf Zauberer kann man jedoch nicht so lernen, wie man andere Dinge lernt. Natürlich kann man bei einem Zauberer in eine Art Lehre gehen und sich die Kunst der Illusion beibringen lassen. Jedoch wird sich kaum ein Zauberkünstler finden, der sich in die Karten schauen lässt, was seine Zaubertricks angeht.